Darum gehts
- Zverev verliert in Paris als neue Weltnummer eins gegen Lorenzo Musetti
- Zverev bleibt bis Jahresende Nummer eins, verpasst aber bis zu 950 Punkte
- Die Niederlagen von Tiafoe und Jodar eröffnen Djokovic Chance auf ATP Finals
So hat sich das Alexander Zverev (29) sicher nicht vorgestellt: Die frischgebackene Weltnummer eins unterliegt dem Italiener Lorenzo Musetti (24, ATP 24) in zwei Sätzen mit 6:7 und 2:6.
Den ausgeglichenen Startsatz müsste der Deutsche eigentlich für sich entscheiden. Im Tiebreak führt er mit 4:1 und zwei Minibreaks. Doch dann verliert er drei der vier nächsten Punkte bei eigenem Aufschlag und muss den Satz mit 5:7 in der Kurzentscheidung abgeben.
Im zweiten Durchgang hat Zverev dann nichts mehr zu melden. Im ersten Game entgeht er dem Break noch knapp, im dritten Game klappts für Musetti dann im zweiten Anlauf – 2:1. Nach dem zweiten Servicedurchbruch zum 5:2 ist der Match endgültig entschieden.
Djokovic profitiert von drei Niederlagen
An seinem Status als Nummer eins ändert das bis zum Jahresende nichts. Doch die Punkte – bis zu 950 mehr wären möglich gewesen – könnten ihm im neuen Jahr fehlen, wenn der aktuell verletzte Südtiroler Jannik Sinner (25, ATP 2) wieder angreift.
Neben Zverev verlieren auch Frances Tiafoe (USA, 28, ATP 8), Alex De Minaur (27, ATP 9) und Rafael Jodar (Sp, 20, ATP 10). Das bedeutet: Novak Djokovic (39, ATP 11) bietet sich nun die Chance, doch noch unter die besten neun der Welt vorzurücken und sich für die ATP Finals in Turin zu qualifizieren. Aufgrund von Sinners Ausfall würde dieses Jahr sogar Rang neun dafür reichen. Um De Minaur auf ebendiesem neunten Rang zu überholen, muss der Serbe aber mindestens den Final erreichen.