«Widme den Match dem Volk»
Ergreifende Szenen – siegreiche Ukrainerin ringt um Fassung

Im ukrainischen Viertelfinal an den French Open behält Marta Kostjuk gegen Elina Switolina die Oberhand. Danach richtet die 23-Jährige mit Tränen in den Augen ergreifende Worte an die Menschen in ihrer Heimat.
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Respektvoll umarmen sich die siegreiche Marta Kostjuk und die unterlegene Elina Switolina.
Foto: keystone-sda.ch

Erstmals überhaupt erreicht Marta Kostjuk (23, WTA 15), die in der dritten Runde Viktorija Golubic (33, WTA 82) bezwungen hat, die Halbfinals an einem Grand-Slam-Turnier. Möglich machts ein 6:3, 2:6, 6:2-Erfolg an den French Open gegen Elina Switolina (31, WTA 7), ihre ukrainische Landsfrau und Bezwingerin von Belinda Bencic (29, WTA 11) in der Runde zuvor.

Beim danach von Ex-Tennis-Profi Marion Bartoli (41) geführten Platzinterview wird Kostjuk auf diesen Meilenstein in ihrer noch jungen Karriere angesprochen. Doch die 23-Jährige bringt zunächst kein Wort über die Lippen, hat Tränen in den Augen und wird deswegen von Bartoli liebevoll in den Arm genommen. Danach wählt sie bemerkenswerte Worte und spricht über den russischen Angriffskrieg gegen ihr Heimatland: «Wir hatten erneut eine sehr schwierige Nacht in der Ukraine, besonders in Kiew. So viele Menschen sind tot. Ich möchte diesen Match dem ukrainischen Volk und seiner Widerstandskraft widmen.»

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Besonders brisant dürfte Kostjuks Halbfinal werden. Ihre Gegnerin ist mit Mirra Andrejewa (19, WTA 8) ausgerechnet eine Russin. Kostjuk und Switolina haben sich am Dienstag nach Matchende am Netz respektvoll umarmt. Zu einer solchen Szene wird es wohl am Donnerstag nicht einmal ansatzweise kommen.

Andrejewa steht ihrerseits zum zweiten Mal nach 2024 in Paris in der letzten Runde vor dem Endspiel. Gegen Sorana Cirstea (36, WTA 18) aus Rumänien setzt sie sich mit 6:0, 6:3 durch. Auch Jil Teichmann (28, WTA 170) konnte in den Achtelfinals gegen Andrejewa nichts ausrichten.

Bei den Männern wird Alexander Zverev (29, ATP 3) seiner Favoritenrolle in der Partie gegen Rafael Jodar (19, ATP 29) gerecht. Der Deutsche gewinnt im Viertelfinal 7:6 (7:3), 6:1, 6:3. Nächster Zverev-Gegner ist entweder der Tscheche Jakub Mensik (20, ATP 27) oder der brasilianische Djokovic-Bezwinger João Fonseca (19, ATP 30).

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