Darum gehts
- Stan Wawrinka (41) startet am Montag in seine letzten French Open
- Er trifft auf Arthur Fils (21), aktuell Weltnummer 19
- Wawrinka bestritt bisher 20 Hauptfeld-Teilnahmen, gewann 2015 den Titel
Es wird seine 21. Hauptfeld-Teilnahme an den French Open – und seine allerletzte. Stan Wawrinka (41) trifft am Montag zum Auftakt auf Arthur Fils (21), den als Weltnummer 19 aktuell besten Franzosen. Die Auslosung hätte es, was das zu erwartende Publikum betrifft, nicht besser meinen können. Weil er gegen den 100 Plätze besser klassierten Youngster klarer Aussenseiter ist, könnte seine Pariser Dernière womöglich nur eine Partie andauern – und die angekündigte Abschiedszeremonie schon in Runde eins erfolgen. Das internationale Interesse am Romand ist riesig, was auch an der gut besuchten Pressekonferenz erkennbar war. Dort sprach Wawrinka über …
… das Auftaktduell mit Fils:
«Es ist eine Affiche, die für mich alles beinhaltet, was ich liebe. Ich darf gegen einen Top-Spieler antreten, er ist einer jener Spieler, die zuletzt am meisten in Form waren (u.a. Turniersieg in Barcelona und Halbfinals in Miami und Madrid, d. Red.). Dazu kommt diese Kulisse hier in Paris. Das wird eine riesige Herausforderung für mich – aber ich freue mich sehr darauf. Ich bin sehr glücklich, dass ich noch einmal hier sein darf.»
… seine Kult-Karo-Hosen, mit denen er 2015 die French Open gewann:
«Ich müsste das Museum fragen und sie wohl zuerst noch waschen. (Lacht) Nein, ich habe für meine Dernière hier bislang keine ähnliche Aktion geplant – aber ich werde jetzt darüber nachdenken.»
… seinen Lieblingsplatz in Roland Garros:
«Es hat sich in den letzten Jahren auf der umgebauten Anlage viel verändert. Aber es gab einmal ein Restaurant für die Spieler, das in einer etwas höher gelegenen Etage war – dort war es immer sehr ruhig. Das war mein Lieblingsort. Mittlerweile existiert es leider nicht mehr.»
… die Zukunft der einhändigen Rückhand:
«Ich bin zuversichtlich, dass sie auch nach meinem Rücktritt immer da sein wird. Ob es mal wieder einen Grand-Slam-Sieger mit einhändiger Rückhand gibt, weiss ich nicht – aber ich denke, es ist möglich. Ich für meinen Teil finde es immer besonders, jemanden mit diesem Schlag spielen zu sehen.»
… die Tatsache, dass er in seiner Karriere nie das Racket wechselte:
«Nach all den Jahren auf der Tour bedauere ich es nicht, nie auf ein anderes Racket (Yonex, d. Red.) gesetzt zu haben. Ich habe zwar viel getestet, doch ich war stets zufrieden und habe versucht, das Beste aus mir und dem Material herauszuholen. Aber klar: Würde ich nun noch fünf Jahre weiterspielen, würde ich das Thema vermutlich noch einmal vertiefen.»
… seinen Abschied in Genf zuvor:
«Ich habe es genossen, noch einmal in Genf spielen zu können. Ich erlebte dort wundervolle Fans, eine grossartige Unterstützung – und ganz viele Emotionen. Ich bin froh, diese spezielle Gelegenheit noch einmal bekommen zu haben.»
… das, was er am Tennis vermissen wird:
«Hier ist die Antwort einfach: Es sind die Emotionen, die ich dank dieses Sports erfahren darf. Ich spiele nur für sie so lange Tennis. Und ich weiss auch, dass mir dies nach meinem Rücktritt nie wieder etwas anderes in derselben Form geben kann.»