Für Fortsetzung der Karriere
Ex-Tennis-Star Nadal bereut Umgang mit Entzündungshemmern

Rafael Nadal enthüllt in seinem Netflix-Dokumentarfilm «Rafa» intime Details seiner Karriere. Der 39-jährige Tennisstar spricht über Schmerzen, chronische Verletzungen und seine unglaubliche mentale Stärke. Premiere ist am 29. Mai.
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Rafael Nadal und seine Frau Xisca Perello bei der Premiere seiner Dokumentation.
Foto: imago/CordonPress

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Rafael Nadals Netflix-Doku «Rafa» startet am 29. Mai 2026
  • Film zeigt Karrierehöhepunkte und Nadals Kampf mit Müller-Weiss-Syndrom
  • 22 Grand-Slam-Siege trotz chronischer Schmerzen
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Blick Sportdesk

Rafael Nadal (39) steckt mitten in den Vorbereitungen für die Premiere seines Netflix-Dokumentarfilms «Rafa», der am 29. Mai veröffentlicht wird. In vier Episoden zeigt der Film die Höhepunkte seiner Karriere sowie unbekannte, intime Details. Ein Thema, das besonders hervorsticht: der körperliche Kampf des Spaniers, der trotz extremer Schmerzen und zahlreicher Operationen 22 Grand-Slam-Titel erringen konnte.

«Für mich ist das keine Tragödie», sagt Nadal in einem Interview mit der «As». «Es ist wichtig, dass die Menschen die Realität sehen und ihre eigene Meinung bilden können.» Der Film beleuchtet nicht nur seine sportlichen Triumphe, sondern auch die Schattenseiten – von chronischen Verletzungen bis zu schmerzhaften Entscheidungen. «Mein Leben als Tennisspieler war oft ein Wettlauf gegen meinen eigenen Körper», erklärt er.

Eine der grössten Herausforderungen seiner Karriere war das seltene Müller-Weiss-Syndrom, eine Deformierung des Kahnbeins im Fuss, die ihm seit 2004 unglaubliche Schmerzen bereitete. «Damals, in Estoril, musste ich erstmals Krücken benutzen und dachte, ich müsste meine Karriere beenden», erinnert er sich.

Operation nicht ausgeschlossen

Um weiter spielen zu können, wurde für Nadal eine spezielle Einlage entwickelt, die den Druck auf sein Fussgelenk verändert. «Es war keine Heilung, aber es ermöglichte mir, weiterzumachen», sagt Nadal. Doch diese Lösung hatte ihren Preis: «Von da an traten andere körperliche Probleme auf.» Er schliesst eine Operation nach seiner Karriere nicht aus, möchte jedoch vorerst mit regelmässigen Behandlungen und geringer körperlicher Belastung leben.

Ein weiteres Kapitel in Nadals Geschichte ist die Beziehung zu seinem strengen Onkel Toni, der ihn bis 2016 trainierte. «Toni war extrem anspruchsvoll, weil er wusste, dass ich es aushalten konnte», so Nadal. «Manchmal überschritt er jedoch die Grenze, aber ich wusste immer, dass er es zu meinem Besten tat.» Trotz der harten Trainingsmethoden ist Nadal seinem Onkel zutiefst dankbar.

Ein Punkt, den er bereut? «Ich habe viel mehr Entzündungshemmer genommen, als mir lieb war», sagt Nadal. Und fügt an: «Natürlich hätte ich gerne weniger genommen, aber die Alternative wäre gewesen, mit dem Tennis aufzuhören.» Um seine Gesundheit im Auge zu behalten, liess er regelmässig Gastroskopien und Bluttests durchführen. «Alles wurde unter Kontrolle gehalten.»

Dieser Artikel ist zuerst auf «gsp.ro» erschienen. Die rumänische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag.

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