«Ich werde es wirklich vermissen»
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Wawrinka den Tränen nahe:«Ich werde es wirklich vermissen»

Tränen, Fans und das Wort Legende
Wawrinka wird bei Abschied emotional – und er sorgt sich

Nachdem Stan Wawrinka zum letzten Mal auf einem Grand-Slam-Platz steht, richtet er emotionale Worte an die Fans. Und äussert Sorgen zur Zukunft des Schweizer Tennis.
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Nach seinem letzten Spiel an den US Open wird Stan Wawrinka emotional.
Foto: imago/UPI Photo
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Björn LindroosRedaktor Sport

Sportlich geht ihm irgendwann die Puste aus. Nach zwei hart umkämpften Sätzen hat Stan Wawrinka (41) im dritten Durchgang keine Chance mehr. Mit einem 6:0 schickt Matteo Berrettini (30) den Schweizer in die Grand-Slam-Rente.

Doch das Ergebnis steht an diesem Abend in New York sowieso im Hintergrund. Es ist Wawrinkas letzter Grand-Slam-Auftritt, der in Erinnerung bleiben wird.

Nach der Partie wird der Schweizer emotional: «Es ist nun schon mehr als 20 Jahre her, seit meinem ersten Mal hier in New York. Es war immer sehr speziell für mich. Es war mir wichtig, zehn Jahre nach meinem Sieg mich hier zu verabschieden. Ich werde es wirklich vermissen», so Wawrinka mit Tränen in den Augen.

Berrettini würdigt Wawrinka

Bei den Fans, die den 41-Jährigen lautstark abfeiern, bedankt er sich für die tolle Unterstützung: «Ich habe so lange gespielt, um diese Momente, die ihr mir heute wieder gegeben habt, nochmals zu erleben. Vielen Dank dafür. Ich liebe diesen Sport so sehr.»

Auch Gegner Berrettini würdigt seinen Gegner. Er spricht nach der Partie von «einem grossartigen Kampf». Dann schwärmt der Italiener: «Ich fühle mich geehrt, den Platz nochmals mit einer Legende geteilt zu haben.» Schon die Wimbledon-Karriere von Wawrinka beendete Berrettini mit einem Sieg über drei Sätze.

Sorgen um Schweizer Tennis

Doch nach den schönen Worten äussert Wawrinka auch etwas Kritik. Er sorgt sich nämlich um die Zukunft des Schweizer Tennis. Gegenüber dem «Tages-Anzeiger» sagt er: «Wir haben zwar immer wieder gute Spieler im Alter von 14, 15, 16, ja sogar 17, 18 Jahren. Aber danach fehlt etwas. Man könnte stundenlang darüber diskutieren, woran es liegt.»

Doch darauf habe er keine Lust mehr: «Es ist so eine Sache mit den Ratschlägen. Ich war immer der Erste, der das Gespräch gesucht hat. Aber am Ende macht sowieso jeder das, was er will. Ratschläge bringen nichts, wenn niemand zuhört. Dann ist man nur der Alte, der den Jungen auf die Nerven geht.»

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