Darum gehts
- Novak Djokovic verliert an den US Open in der 1. Runde
- Der Rekord-Grand-Slam-Sieger übergibt sich gleich mehrfach
- Im 5. Satz kommen dem Serben die Tränen
Die US Open haben ihre erste grosse Überraschung. Novak Djokovic (39, ATP 5) muss nach Runde 1 die Segel streichen. Gegen den Argentinier Mariano Navone (25, ATP 49) verliert der 24-fache Grand-Slam-Champion nach 4:36 Stunden in fünf Sätzen 6:7, 7:5, 6:4, 2:6, 1:6.
Während des ganzen Matches hat Djokovic scheinbar Probleme. Schon im ersten Satz stützt er sich abermals auf, zieht nach dem verlorenen Durchgang seine Schweissbänder aus. Gibt er auf? Kurz vor dem Netz macht er den Schwenker zur Bank, es geht doch weiter.
Und tatsächlich kann er sich ein wenig aufrappeln. Doch im dritten Satz kommts beim 3:3 zu einer unschönen Szene: Die frühere Weltnummer eins übergibt sich, später gleich nochmals. Navone kann die Probleme seines Gegners allerdings nicht nutzen, spielt die Bälle Djokovic so zu, dass dieser mit seiner Technik und seiner Spielintelligenz auch den dritten Satz eintüten kann.
Tränen im 5. Satz
Und auch in Satz 4 sieht es danach aus, als könnte der Serbe nach dem verlorenen Startsatz den Schaden in Grenzen halten. Er führt mit Break 2:1, muss sich danach aber gleich dreimal in Folge breaken lassen. Dann ist die Luft endgültig raus.
Während Navone auch nach bereits über vier Stunden im fünften Satz noch einigermassen frisch wirkt, ist von Djokovic nicht mehr viel zu sehen. Sein Spiel verkommt zum Standtennis, die Bewegungen sind nicht mehr gut, zu gross sind die Schmerzen – die Tränen kann er nicht mehr verbergen.
Es ist die erste Erstrundenpleite in Flushing Meadows überhaupt, und die erste an einem Grand-Slam-Turnier seit den Australian Open 2006. Als er das Arthur Ashe Stadium verlässt, applaudieren die Fans dem vierfachen US-Open-Champion. Dieser formt mit den Händen ein Herz. Eine Szene, die fast schon wie ein Abschied aussieht.