Darum gehts
- Daniil Medwedew verlor 0:6, 0:6 gegen Matteo Berrettini in Monte-Carlo
- Medwedew warf seinen Schläger siebenmal, zahlte 5500 Franken Strafe
- Bei den US Open 2025 gab es bereits 34'000 Franken Busse für Schiedsrichter-Eklat
Rund eine Woche ist es her, dass Daniil Medwedew (30, ATP 10) die vermutlich peinlichste Niederlage seiner Karriere kassierte. Nicht ein Game gewann der Russe beim 0:6, 0:6 gegen Matteo Berrettini (30, ATP 91) in der zweiten Runde des Masters in Monte-Carlo am vergangenen Mittwoch.
Seinem Ärger liess Medwedew nach dem achten verlorenen Game, beim Zwischenstand von 0:6, 0:2, freien Lauf. Ganze sieben (!) Mal schleuderte er seinen Schläger gegen den Boden, bevor dieser anschliessend im Müll landete – gebracht hat es jedoch nichts, auch die folgenden vier Games gingen verloren.
Medwedew kommt glimpflich davon
«Ich verstehe nicht wirklich, was passiert ist. Ich habe einfach nichts hinbekommen, nicht einmal meinen Aufschlag ins Feld gebracht», so der US-Open-Sieger von 2021 im Anschluss. Angesprochen auf seinen Ausraster sagte er: «Ich weiss nicht, ob es sich lohnt, nach Gründen zu suchen, oder ob ich es einfach abhaken sollte.»
Ganz so einfach kommt Medwedew bei der ATP jedoch nicht davon, denn der 30-Jährige wurde nun mit einer Geldstrafe belegt. Rund 5500 Franken muss der Russe bezahlen – mehr als einen Achtel der 42'000, die er für die Teilnahme an der zweiten Runde bekam.
Nicht die erste Busse
Damit ist Medwedew mit Blick auf die Vergangenheit aber noch gut bedient. An den letztjährigen US Open hatte er nach einer umstrittenen Entscheidung des Schiedsrichters bei seiner Erst-Runden-Niederlage komplett die Nerven verloren und sich ein heftiges Wortgefecht mit dem Referee geliefert. Dafür war er mit einer Busse von 34'000 belegt worden.
Noch teurer war es an den Australian Open des vergangenen Jahres geworden, als er insgesamt 66'000 zahlen musste. Dies, weil der Russe in seiner Auftaktpartie mutwillig eine Kamera zerstört hatte und dann im Zweit-Runden-Spiel erst sein Racket gegen eine Werbebande geworfen hatte, bevor er sich später ein lautstarkes Wortgefecht mit dem Schiedsrichter lieferte.