Darum gehts
- Sinner überholt Alcaraz im Direktduell um grosse Turniersiege
- Alcaraz mit 22 Jahren mehr Grand Slams als Big Three seinerzeit
- Djokovic hält Rekord für meiste Siege an grossen Turnieren
Die komplette Top-20 ausser der verletzte Carlos Alcaraz: Beim Rom Masters versammelte sich die Crème de la Crème der Tenniselite zum letzten Kräftemessen an einem grossen Turnier vor Roland Garros. Als Favorit gestartet, setzte sich am Ende mit Jannik Sinner der logische Sieger durch. Denn der 24-Jährige ist in diesem Jahr einfach nicht zu stoppen und stürmte wie schon bei den vier vorangegangenen Masters in Indian Wells, Miami, Monte Carlo und Madrid zum Titel. Neben gleich zwei Rekorden brachte ihm der Rom-Triumph auch seinen persönlich 16. «Big Title» ein, womit er nun einen vor Alcaraz liegt.
| Spieler | Grand Slams | ATP Finals | Masters | Total |
| Carlos Alcaraz | 7 | 0 | 8 | 15 |
| Jannik Sinner | 4 | 2 | 10 | 16 |
Dabei startete das Jahr aus Sicht des Weltranglistenersten bitter. In einem epischen Australian-Open-Halbfinal gegen Novak Djokovic schied er nach fünf Sätzen aus und sah Alcaraz nur Tage später den Pokal in die Höhe stemmen. Für den Spanier war es der 15. grosse Titel der Karriere. Sinner lag damals bei deren 11. Doch dann kam der Frühling und der Italiener fegte einen Gegner nach dem anderen vom Court. Seit anfangs März hat er unglaubliche fünf Masters gewonnen und liegt dadurch nun sogar vor Alcaraz.
Federer-Marke eingestellt
Durch seinen aktuellen Lauf befindet sich Sinner endgültig inmitten der «Big Three». Natürlich nicht mit der Anzahl grosser Titel, wohl aber mit Blick auf die Ausbeute pro gespieltem Turnier. 70 Mal nahm er an einem solchen teil, 16 Mal verliess er es siegreich. Im Schnitt bedeutet das einen Titel alle 4,4 Turniere, womit er zwar hinter Djokovic (3,3), Nadal (3,5) und Alcaraz (3,9) liegt, jedoch gleichauf mit einem gewissen Roger Federer ist.
| Spieler | Grand Slams | ATP Finals | Masters | Total |
| Carlos Alcaraz | 7 | 0 | 8 | 15 |
| Jannik Sinner | 4 | 2 | 10 | 16 |
| Roger Federer | 20 | 6 | 28 | 54 |
| Rafael Nadal | 22 | 0 | 36 | 58 |
| Novak Djokovic | 24 | 7 | 40 | 71 |
Alcaraz seinerseits, der wegen einer Verletzung am Handgelenk zuletzt abwesend war und auch die French Open verpasst, kann sich immerhin mit einer Grand-Slam-Statistik trösten. Im Januar gewann er mit 22 Jahren sein bereits siebtes Turnier dieser Stufe und damit so viele wie keiner der «Big Three» seinerzeit. Gleich wie sein Landsmann Rafael Nadal blieb er bei den ATP Finals bislang hingegen glücklos. Ob er die seit dem Gewinn von Alex Corretja von 1998 anhaltende spanische Durststrecke bald beendet?