Darum gehts
- Höchststrafe: Daniil Medwedew verliert in Monte-Carlo 0:6, 0:6 gegen Matteo Berrettini
- Der Russe zertrümmert wütend seinen Schläger
- Berrettini spielt am 9. April gegen Fonseca oder Rinderknech
Daniil Medwedew (30, ATP 10) scheidet beim Monte-Carlo-Masters kläglich aus – ohne ein einziges Game (!) beim Turnier gewonnen zu haben. Nach gerade mal 49 Minuten verliert der Russe gegen die Weltnummer 90 Matteo Berrettini (29) mit 0:6, 0:6 und bekommt damit eine «Brille» verpasst.
Seinem Frust lässt der Russe zu Beginn des zweiten Satzes freien Lauf und liefert einen Ausraster in bekannter Medwedew-Manier: Nachdem er sein erstes Aufschlagspiel im zweiten Durchgang verliert, zertrümmert er seinen Schläger mit mehreren heftigen Würfen und Schlägen auf den Boden komplett. Am Ende landet das Racket im Mülleimer.
Dabei schien die Formkurve des sechsfachen Grand-Slam-Finalisten (Sieg an den US Open 2021) zuletzt wieder nach oben zu zeigen. Erst Mitte März erreichte er den Final beim Masters in Indian Wells, das er trotz starker Leistung gegen Jannik Sinner (24, ATP 2) verlor. Keinen Monat später kassiert er nun gegen Sinners Landsmann Berrettini die Höchststrafe und blamiert sich bis auf die Knochen.
Kein Sandplatz-Fan
In der Fachwelt ist es kein Geheimnis, dass Sandplätze nicht gerade Medwedews Lieblingsunterlage sind. Laut Sport1 bezeichnete er das Spiel auf Sand schlicht als «schmutzig»: «Nach einer Sandsession kannst du deine Socken wegwerfen, das Auto wird nach dem Training dreckig. Ich mag es einfach nicht.»
Nun ja – zumindest bleibt sein Auto in Monte-Carlo in dieser Saison sauber. Anders sieht es bei Berrettini aus: Er trifft am Donnerstag im Achtelfinal auf den Sieger des Duells zwischen João Fonseca (19, ATP 40) und Arthur Rinderknech (30, ATP 27).