Reaktion auf Proteste?
Grand-Slam-Turniere gründen Spieler-Beirat

Ein neugegründeter Spieler-Beirat der Grand-Slam-Veranstalter soll als neue Anlaufstelle für alle Teilnehmenden fungieren. Ist das eine Reaktion auf die Proteste an den French Open im vergangenen Mai?
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Die Grand-Slam-Organisatoren, unter ihnen diejenigen von Wimbledon, kündigen die Gründung eines Spieler-Beirats an.
Foto: freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Grand-Slam-Veranstalter gründen ab September 2026 einen Spieler-Beirat
  • Proteste bei den French Open 2026 wegen unzureichender Preisgelder sorgten für Druck
  • Spieler erhalten nur 15 % der Einnahmen, ATP/WTA-Tour bietet 22 %
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Gian-Andri BaumgartnerRedaktor Sport

Es ist eine Nachricht, die aufhorchen lässt: Am Donnerstag kündigen die Organisatoren aller vier Grand-Slam-Turniere an, einen Spieler-Beirat zu schaffen. Dieser soll «als Forum für direkte Kommunikation, Feedback und Zusammenarbeit zwischen den Grand Slams und den Spielern dienen», schreiben sie in einer gemeinsamen Mitteilung.

Der Rat, der aus ausgewählten Spielerinnen und Spielern bestehen wird, soll sich in allen sportlichen Angelegenheiten rund um die Grand-Slam-Turniere einbringen können. Als wichtiges Thema werden finanzielle Fragen «inklusive Preisgeldern» genannt.

Proteste an French Open

Dass diese besonders hervorgehoben werden, dürfte mit den Spieler-Protesten an den French Open im vergangenen Mai zu tun haben. Damals beschränkten mehrere Stars wie Aryna Sabalenka (28), die Nummer eins des Frauen-Tennis, ihre Medienkonferenzen auf 15 Minuten – eine Anspielung auf die 15 Prozent der Turnier-Einnahmen, die als Preisgelder an die Akteurinnen und Akteure auf den Courts gehen.

Zu wenig, fanden diese – an Turnieren der ATP- und WTA-Tour kommen jeweils rund 22 Prozent den Spielerinnen und Spielern zugute. Dazu bemängelte etwa Belinda Bencic (29) fehlende Mitspracherechte der Athletinnen und Athleten bei Entscheidungen der Grand-Slam-Direktoren.

Diese sollen nun über den Spieler-Beirat ermöglicht werden – aber noch nicht sofort: Die Einführung ist erst nach den US Open (30. August bis 13. September), dem letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres, angedacht.

Spieler zeigen sich erfreut

Dennoch zeigen sich Spielerinnen und Spieler zufrieden mit der Neuerung: «Der Beirat gibt uns als Spielern eine echte Möglichkeit, die Stimme zu erheben, an den Diskussionen teilzunehmen und mitzuhelfen, die Turniere über den Court hinaus zu formen», lässt sich etwa der US-Amerikaner Ben Shelton (23, ATP 6) in der Mitteilung zitieren.

Und Landsfrau Jessica Pegula (32, WTA 3) fügt an: «Die Grand Slams sind die grössten Events des Jahres – auf ihnen liegt der Fokus der Spieler während der gesamten Saison. Deshalb ist es so wichtig, dass wir eine Stimme in den Angelegenheiten rund um diese Turniere haben.»

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