«Das Ende war unglaublich», meint ein erleichterter Sinner (24, ATP 2) nach seinem Zweisatzsieg im Final von Indian Wells. Kurz zuvor wandelt der Italiener m Tiebreak gegen Daniil Medwedew (30, ATP 10) einen 0:4-Rückstand in ein 7:4 um. Damit sichert er sich bei seiner ersten Finalteilnahme auch gleich zum ersten Mal den ATP-1000-Titel in der kalifornischen Wüste.
Medwedew, der sich im Halbfinal gegen Weltnummer 1 Carlos Alcaraz durchgesetzt hat, verlangt ihm in knapp zwei Stunden aber alles ab, kann sich besonders auf seinen starken Aufschlag verlassen. Weil keinem der beiden Spieler über die ganze Partie ein Break gelingt, müssen dann jeweils die Tiebreaks entscheiden. Dort hat Sinner das bessere Ende für sich – auch weil er zum Abschluss der Partie sieben Punkte am Stück macht.
Sinner zieht mit Federer und Djokovic gleich
Mit dem erstmaligen Indian-Wells-Triumph schliesst Jannik Sinner im Alter von gerade mal 24 Jahren auch eine letzte Lücke in seinem eindrücklichen Hardplatz-Palmarès. Der Italiener hat nun alle sechs gossen Masters-1000-Turniere (Indian Wells, Miami, Toronto, Cincinnnati, Shanghai und Paris) sowie die ATP-Finals gewonnen. Auch bei den beiden Hardplatz-Grand-Slams in New York (2024) und Melbourne (2024 und 2025) hat er schon triumphiert.
Diesen Meilenstein haben bislang nur Roger Federer (44) und Novak Djokovic (38) sowie mit Abstrichen Andre Agassi (50) erreicht. Der Amerikaner gewann sowohl die US Open als auch die Australian Open und die ATP-Finals, hatte aber das Pech, dass zu seiner Aktivzeit nur fünf 1000er-Turnier durchgeführt wurden.