Nun wartet ein Debütant
Zverev schreibt mit Finaleinzug an US Open doppelt Geschichte

Der Final der US Open steht fest. Alexander Zverev und Ben Shelton duellieren sich um den Titel. Beide wollen für ihr Land eine lange Durststrecke beenden.
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Alexander Zverev strahlt nach seinem Dreisatzsieg.
Foto: AP Photo/Kirsty Wigglesworth

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Alexander Zverev schlägt im Halbfinal der US Open Karen Chatschanow
  • Der Deutsche steht zum dritten Mal in Folge in einem Grand-Slam-Final
  • Dort wartet Ben Shelton, der das US-Duell mit Frances Tiafoe gewinnt
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Ramona BieriRedaktorin Sport

«Wir haben uns kaputt gelacht darüber, wie schlecht ich gespielt habe», sagt Alexander Zverev (29, ATP 2) wenige Augenblicke, nachdem er an den US Open in den Final eingezogen ist. Schlecht gespielt hat er nicht im Halbfinal gegen Karen Chatschanow (30, ATP 50). Den Russen bezwingt er in drei Stunden mit 6:3, 7:6, 7:6.

Sein Zitat bezieht sich auf die ersten beiden Runden in New York. Zweimal muss Zverev über fünf Sätze, zweimal steht er über viereinhalb Stunden auf dem Platz. Er nimmts mit Humor und setzt zum Steigerungslauf an. Denn danach folgen vier glatte Siege in drei Sätzen. Und der Einzug ins Endspiel.

Zverev greift nach dem Triumph an den French Open Anfang Juni nach seinem zweiten Major-Titel. An den vier grossen Turnieren spielt er in diesem Jahr ganz stark auf. In Australien scheitert er noch im Halbfinal, danach zieht er in Paris, Wimbledon und nun an den US Open in den Final ein. Es ist sein sechster bei einem Grand-Slam-Turnier.

«Ich war viele Male so dicht dran»

«Manchmal gehen die Dinge ihren Weg», meint Zverev. «Ich war viele Male so dicht dran. Vielleicht hat Gott gesagt: Dieses Jahr wird dein Jahr.» Mit dem Final-Einzug in Flushing Meadows schreibt Zverev gleich doppelt Geschichte. Er ist der erste Deutsche, der dreimal hintereinander in ein Grand-Slam-Endspiel einzieht. Und der erste, der zweimal im Final der US Open steht. Bei seiner Premiere 2020 unterlag er dem Österreicher Dominic Thiem (33).

Am Sonntagabend (20 Uhr) will er es besser machen. Und als erster Deutscher seit Boris Becker (58) 1989 die US Open gewinnen. Oder wie Zverev sagt: «Ich hoffe, ich lasse den amerikanischen Traum nicht wahr werden.» Denn er trifft auf einen Lokalmatador. Ben Shelton (23, ATP 9) gewinnt den US-Halbfinal gegen Frances Tiafoe (28, ATP 12) in etwas mehr als drei Stunden 4:6, 6:3, 6:3, 7:5.

Shelton widmet Sieg seiner Grossmutter

Ein emotionaler Moment für Shelton, der erstmals in einem Major-Final steht. Im Platzinterview dankt er seinen Eltern, die viel für seinen Erfolg geopfert haben. «Mein Vater hat Anfang des Jahres seine Mutter verloren, und sie ist der Grund, warum er überhaupt Tennis spielen konnte», erklärt der Amerikaner. «Ohne sie stünde heute kein Ben Shelton hier. Deshalb widme ich diesen Sieg ihr.»

Ob Shelton die Durststrecke beenden kann? Die USA warten bei den Männern seit Andy Roddicks (44) US-Open-Triumph 2003 auf einen Grand-Slam-Champion. Die Favoritenrolle im Final gehört Zverev. Nicht nur, weil er topgesetzt ist. Sondern auch, weil das Head-to-Head mit Shelton bisher eine klare Sprache spricht. Fünfmal gab es das Duell schon, fünfmal hiess der Sieger am Ende Zverev. Nur einen Satz konnte Shelton für sich entscheiden – beim ersten Aufeinandertreffen 2024. Shelton verspricht: «Ich werde alles geben. Ich werde auf dem Platz alles lassen, was ich habe.»

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