Darum gehts
- Jannik Sinner erreicht 80 Wochen als Weltnummer 1
- Er könnte bis Jahresende Andre Agassi einholen
- 23 seiner 30 Titel gewann der 24-Jährige auf Hartplätzen
Boris Becker, Pete Sampras oder John McEnroe sind dabei. Genauso wie Rafael Nadal, Novak Djokovic oder natürlich Roger Federer. Die Liste der ehemaligen Weltranglisten-Ersten liest sich wie das Who's Who des Tennis. Mittendrin: die beiden aktuell besten Spieler der Welt.
Doch während Carlos Alcaraz nach Wimbledon auch fürs nächste Turnier verletzt ausfällt, sammelt Jannik Sinner Punkt um Punkt. In der heute aktualisierten Weltrangliste liegt er dank seiner Titelverteidigung an der Church Road fast 5'000 Zähler vor Zverev auf Rang 1. Dort wird er angesichts des satten Vorsprungs noch einige Turniere bleiben, doch beginnt heute ein besonderes Kapitel für den Italiener.
Sinner knackt Top 10 der meisten Wochen als Nummer 1
Im Juni 2024 erreichte Sinner das, was keinem seiner Landsmänner zuvor jemals glückte. Durch seinen Halbfinaleinzug an den French Open und die gleichzeitige Turnieraufgabe von Novak Djokovic wurde er zur ersten italienischen Weltnummer 1 der Geschichte. Es folgten 65 Wochen als Spitzenreiter, ehe er im September 2025 von Alcaraz gestürzt wurde. Nach einigen Wechseln führt er das Ranking seit April wieder an und geht heute in seine 80. Woche als Spitzenreiter.
| Spieler | Wochen als Nummer 1 |
| Novak Djokovic | 428 |
| Roger Federer | 310 |
| Pete Sampras | 286 |
| Ivan Lendl | 270 |
| Jimmy Connors | 268 |
| Rafael Nadal | 209 |
| John McEnroe | 170 |
| Björn Borg | 109 |
| Andre Agassi | 101 |
| Lleyton Hewitt und Jannik Sinner | 80 |
Mit den in Wimbledon einmal mehr geschlagenen Zverev und Djokovic und dem weiterhin verletzten Alcaraz stellt sich unweigerlich die Frage: Wo reicht Sinners aktueller Höhenflug noch überall hin? Mit Blick auf die Top 10 der meisten Wochen als Weltnummer 1 könnte die Antwort Rang 9 lauten. Bis Ende Jahr gibts noch 24 Montage, an denen Sinner seine Topplatzierung theoretisch beibehalten könnte. In diesem Fall käme er auf 104 Wochen als Nummer 1, wodurch er das Jahr zwischen den beiden Legenden Björn Borg und Andre Agassi beenden würde.
Hartplatzsaison gibt Konkurrenz wenig Hoffnung
Nebst der aktuellen Form spricht auch die Bilanz auf hartem Untergrund dafür, dass der 24-Jährige zum zweiten Mal nach 2024 das Jahr als Weltnummer 1 beendet. Das «Career Golden Masters» komplettierte er im Mai zwar auf Sand, von insgesamt 30 Titeln holte er jedoch 23 auf Hartplätzen, darunter den Titel an den US Open vor zwei Jahren.
Den Auftakt in die Hartplatzsaison macht das Masters in Montreal Anfang August. Und nach dem Favoriten muss nicht lange gesucht werden. Schliesslich schickte Sinner mit dem Gewinn des Sunshine Doubles bereits im vergangenen März eine unmissverständliche Warnung an die Konkurrenz. Egal auf welcher Unterlage: Nichts und niemand scheint diesen Sinner derzeit aufhalten zu können.