Karriere plötzlich vorbei
Der mysteriöse Rücktritt eines grossen Publikumslieblings

Gaël Monfils hat seine Tenniskarriere still und leise beendet – früher als geplant und auf mysteriöse Art und Weise. Denn ein Statement des Franzosen gibt es nicht, die Gründe kennt niemand.
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Mal sprang Gaël Monfils durch die Luft, ...
Foto: AP
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Cédric HeebRedaktor Sport

Es war ein Genuss, ihm bei der Arbeit zuzuschauen. Seine Schnelligkeit, seine Beweglichkeit und sein Spielwitz mit unfassbaren Schlägen verzauberten Millionen von Tennisfans weltweit. Die Rede ist von Showman Gaël Monfils (40).

Gross war dementsprechend die Trauer, als der französische Publikumsliebling – wohl einer der grössten der vergangenen Jahrzehnte – vor einem Jahr beim ATP-Masters in Shanghai sein Karriereende per Ende der Saison 2026 bekannt gegeben hatte. Sein Plan war, beim Masters in seiner Heimat Paris im November der Tennisbühne Adieu zu sagen. Doch es kommt anders.

Denn Monfils hat seine Karriere bereits beendet. Das geht aus der Liste der zurückgetretenen Profis bei der International Tennis Integrity Agency (ITIA) hervor. Das Datum des Rücktritts: 5. Oktober 2026. Ein Statement des 13-fachen ATP-Turniersiegers gibt es nicht. Gründe für das vorzeitige Karriereende kennt niemand, zumindest nicht öffentlich.

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«Niemand kann ein schlechtes Wort über ihn sagen»

Die Organisatoren des ATP-250-Turniers in Lyon, wo Monfils kommende Woche hätte spielen sollen, teilen mit: «Aus persönlichen Gründen kann Gaël Monfils die ihm von den Organisatoren zugesprochene Wildcard nicht annehmen und wird nicht am Turnier teilnehmen.» ITIA-Kommunikationschef Adrian Bassett bestätigt gegenüber «L'Équipe», dass der ehemalige Weltranglistensechste (November 2016) den Status «Ruhestand» habe und «an keinen Turnieren mehr teilnehmen» dürfe.

Auch für die Tennisspieler kommt der plötzliche Rücktritt überraschend. Der Russe Daniil Medwedew (30, ATP 7) wird beim Masters in Shanghai darauf angesprochen und weiss von nichts: «Das ist eine seltsame Geschichte, ich weiss es nicht.» Die frühere Weltnummer 1 hofft, dass es dem Franzosen gutgehe, da er fest davon ausgegangen sei, dass Monfils das Turnier in Paris noch spielen wollte: «Ich weiss nicht, was passiert, aber ich hoffe, es ist alles gut.»

Medwedew bestätigt zudem die vorherrschende Meinung über den Franzosen, sowohl bei Spielern als auch bei Fans: «Er ist super lustig. Und es ist super schwierig, gegen ihn zu spielen. Er hatte eine fantastische Karriere und war einer der wenigen, über den wohl niemand ein schlechtes Wort sagen kann.»

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