Darum gehts
- Daniil Medwedew wird an den China Open disqualifiziert
- Der Russe trifft einen Fan mit einem Ballwurf im Gesicht
- Novak Djokovic steht somit in Peking im Final
Novak Djokovic (39, ATP 11) steht bei den China Open im Peking im Final. Obwohl der Serbe nach einem intensiven ersten Durchgang im zweiten Satz 7:5, 5:3 in Führung lag und somit bereits klar auf Finalkurs war, führte nicht nur seine sportliche Leistung zur Qualifikation für das Endspiel.
Denn sein Gegner Daniil Medwedew (30, ATP 5) sorgt in der Partie für einen Eklat. Nach einem Punktgewinn für Djokovic fliegt der Ball am Russen vorbei und prallt von der Bande zurück. Frustriert schlägt Medwedew den Ball in Richtung des Publikums und trifft einen Zuschauer im Gesicht. Der Mann muss mit sichtlichen Schmerzen von einer Begleitung aus dem Stadion geführt werden.
Medwedew hebt nur kurz die Hand, um sich zu entschuldigen. Kurz darauf eilt der Schiedsrichter herbei und diskutiert mit dem 30-Jährigen, der danach seine Sachen zusammenpacken muss. Denn Medwedew wird für das Vergehen disqualifiziert – eine hohe Geldstrafe dürfte folgen.
Auch Gegner Djokovic schon mal für Ballwurf disqualifiziert
Nach der Partie äussert sich Medwedews Gegner Djokovic. «Ich hoffe, der Fan ist nicht ernsthaft verletzt. Und Daniil tut mir auch leid, weil ich genau weiss, wie es sich anfühlt, disqualifiziert zu werden», sagt der Serbe, der bei den US Open 2020 für ein ähnliches Vergehen disqualifiziert worden war. Er traf damals eine Linienrichterin mit einem Ball.
Er habe im Turnier aber «sehr harte Matches gespielt». «Das macht den Einzug in den Final umso schöner», so Djokovic. Am Dienstag greift der 39-Jährige nun gegen den Australier Alex de Minaur (27, ATP 10), der seinerseits von der Aufgabe des Polen Hubert Hurkacz (29, ATP 34) beim Stand von 6:4, 3:2 profitierte, nach seinem siebten Titel in Peking.