Darum gehts
- Djokovic liegt nach der Niederlage in Basel mit 2890 Punkten zurzeit auf Rang 11 im Race to Turin
- Weil Sinner verletzt ausfällt, würde Djokovic auch Rang neun für die ATP Finals reichen
- In Paris braucht Djokovic mindestens den Halbfinal, sicher wäre Turin wohl erst mit dem Finaleinzug
Die ATP Finals in Turin kommen näher. Für das Jahresendturnier der Männer (8. bis 15. November) qualifizieren sich nur die acht besten Spieler des Jahres, bislang sind aber erst drei Tickets vergeben. Das Race to Turin entwickelt sich zu einem packenden Thriller, bei dem der Rekordhalter leer auszugehen droht.
Während Top-Favoriten wie der ab Montag neue Weltranglistenerste Alexander Zverev (29), der Spanier Carlos Alcaraz (23, ATP 3) und Ben Shelton (24, ATP 4) ihre Teilnahme schon fix gesichert haben, muss Novak Djokovic (39, ATP 11) weiter um seine Teilnahme bangen. Denn dieser befindet sich nach seiner Niederlage in Basel gegen Jan-Lennard Struff (36, ATP 43) mit 2890 Punkten nur auf Platz 11 im Race to Turin.
- Alexander Zverev: 9250 Punkte – bereits qualifiziert
- Jannik Sinner: 7950 – bereits qualifiziert, aber keine Teilnahme an ATP Finals
- Carlos Alcaraz: 4700 – bereits qualifiziert
- Ben Shelton: 4530 – bereits qualifiziert
- Daniil Medwedew: 3760
- Flavio Cobolli: 3690
- Arthur Fils: 3525
- Frances Tiafoe: 3380
- Rafael Jódar: 3209
- Alex de Minaur: 2980
- Novak Djokovic: 2890
- Taylor Fritz: 2785
- Tommy Paul: 2775
- Alexander Zverev: 9250 Punkte – bereits qualifiziert
- Jannik Sinner: 7950 – bereits qualifiziert, aber keine Teilnahme an ATP Finals
- Carlos Alcaraz: 4700 – bereits qualifiziert
- Ben Shelton: 4530 – bereits qualifiziert
- Daniil Medwedew: 3760
- Flavio Cobolli: 3690
- Arthur Fils: 3525
- Frances Tiafoe: 3380
- Rafael Jódar: 3209
- Alex de Minaur: 2980
- Novak Djokovic: 2890
- Taylor Fritz: 2785
- Tommy Paul: 2775
Das Zittern geht weiter
Damit wird es eng für den Djoker. Hilfreich ist ihm aber der Umstand, dass dieses Jahr schon der neunte Platz für die Teilnahme reichen würde, weil Titelverteidiger Jannik Sinner (25, ATP 2) seine Saison vorzeitig beendet hat und nicht an den Finals antritt.
Momentan stehen dem Serben noch zwei Spieler vor der Sonne: Alex De Minaur (27) auf Platz 10 und Rafael Jodar (20, ATP 9), der aktuell das letzte Finals-Ticket in der Hand hält und wie Djokovic in Basel früh ausgeschieden ist. Zudem sitzen dem Serben die beiden US-Amerikaner Taylor Fritz (29, ATP 13) und Tommy Paul (29, ATP 14) im Nacken, die in Basel respektive Wien noch im Turnier sind und weitere Punkte holen können.
Wie löst Djokovic das Ticket doch noch?
Für Djokovic ist aber noch nicht aller Tage Abend. Um in die Top 9 vorzustossen, muss der Serbe jedoch in Paris nächste Woche abliefern. Das Gute aus seiner Sicht: Er muss beim Masters in der französischen Hauptstadt vom letzten Jahr keine Punkte verteidigen. Das Schlechte: Jodar, der über 300 Punkte vor ihm liegt, auch nicht.
Bedeutet: Djokovic muss mindestens den Halbfinal erreichen und gleichzeitig hoffen, dass Jodar nicht in den Achtelfinal kommt. Und natürlich, dass die Spieler hinter ihm nicht noch viel mehr Zähler sammeln als er. Notfalls könnte «Nole» eine kurzfristige Teilnahme beim Turnier in Stockholm, das zwischen Paris und Turin stattfindet, weiterhelfen. Dort gibts allerdings nur noch maximal 250 Punkte zu holen. Und ob sich Djokovic, der in letzter Zeit immer mal wieder physische Probleme hatte, das antut, ist ebenfalls fraglich.
Sollte die Tennis-Legende den Einzug nicht schaffen, wäre das historisch. Seit 2007 qualifizierte sich Djokovic mit Ausnahme von 2017 – in jenem Jahr war er lange verletzt gewesen – jedes Jahr für die Finals (!). Sieben Mal holte er den Titel und hält damit den alleinigen Rekord. In den letzten zwei Jahren hatte der 39-Jährige sich zwar qualifiziert, konnte jedoch verletzungsbedingt nicht antreten.