Wirbel um den FIS-Boss
Rettet der armenische Pass Eliasch den Job?

Johan Eliasch droht seinen Posten als FIS-Präsident zu verlieren. Oder rettet ihn eine fragwürdige Methode? Er soll sich extra den armenischen Pass besorgt haben, weil seine eigentlichen Verbände ihn nicht mehr nominieren.
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Johan Eliasch ist seit fünf Jahren FIS-Präsident.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Johann Eliaschs Kandidatur zur Wiederwahl als FIS-Präsident wackelt
  • Seine beiden Verbände haben ihn nicht nominiert, jetzt soll das Schlupfloch Armenien helfen
  • Ob er tatsächlich nominiert wurde, zeigt sich am Mittwoch, wenn die FIS die Liste veröffentlicht
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Ramona BieriRedaktorin Sport

Am 10. und 11. Juni findet in Belgrad (Ser) der FIS-Kongress statt. Dann wird über den Präsidenten abgestimmt. Die Wiederwahl von Johan Eliasch (64), der seit fünf Jahren im Amt ist, wackelt allerdings gewaltig.

Voraussetzung für die Wahl oder Wiederwahl zum FIS-Präsidenten oder in den FIS-Rat ist nämlich, dass der eigene nationale Verband die Kandidatur befürwortet. Und das ist beim schwedisch-britischen Doppelbürger Eliasch nicht der Fall. Bereits Mitte März hat der britische Verband mitgeteilt, dass man Victoria Gosling nominiert. Inzwischen wurde auch die schwedische Hintertür für Eliasch zugeschlagen. Der Verband der Skandinavier nominiert stattdessen Karin Mattsson für den FIS-Rat.

Muss Eliasch seinen Posten wegen der Nichtnominationen räumen? Das ist noch nicht klar. Denn offenbar hat er ein weiteres Schlupfloch gefunden, um zur Wahl antreten zu können. Wie «NRK» berichtet, wird er von Armenien nominiert. Allerdings müsste Eliasch dafür den armenischen Pass besitzen. So steht es in den Statuten der FIS. «NRK» hat diesbezüglich beim armenischen Skiverband angefragt, bisher aber keine Antwort bekommen.

Keine Auskunft von Eliasch

Die schwedische Zeitung «Expressen» hat derweil direkt bei Eliasch nachgefragt. Den Anruf hat er umgehend angenommen, Auskunft darüber, ob er den armenischen Pass besitzt, hat er aber keine gegeben. «Ich habe keine Zeit, mit Expressen zu reden», lautet seine Antwort, ehe er den Anruf mit dem Verweis, bei der FIS nachzufragen, beendet.

Sollte Eliasch tatsächlich extra für die Nominierung den armenischen Pass beantragt haben, wäre dies eine fragwürdige Methode, um allenfalls im Amt zu bleiben. So oder so wird das Geheimnis schon bald gelüftet. Am Mittwoch wird die FIS die Liste aller Nominierten auf ihrer Homepage veröffentlichen. Und sollte der Name Eliasch darauf stehen, bedeutet dies noch lange nicht, dass er im Amt bleibt. Denn dafür muss er im Juni erst noch genug Stimmen für eine Wiederwahl bekommen.

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