Neuer Wirbel um FIS-Boss
Johan Eliasch droht wegen Briten-Verband das Aus

Steht Johan Eliasch vor dem Aus als FIS-Präsident? Diverse Nebenschauplätze und ein Entscheid des britischen Verbandes sorgen für Aufsehen.
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FIS-Präsident Johan Eliasch spürt heftigen Gegenwind.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Johan Eliasch verliert die Unterstützung des britischen Verbands für die FIS-Wiederwahl im Juni
  • Eliasch taucht in Epstein-Dokumente auf, dazu kommt ein Betreibungsfall mit Millionenforderung
  • Schwedischer Verband als Hintertürchen für Eliasch?
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Cédric HeebRedaktor Sport

Beim FIS-Kongress im Juni in Belgrad wird über den Präsidenten abgestimmt. Nur: Johan Eliasch, seit 2021 der Boss des Weltskiverbands, wird wohl um die Wiederwahl gebracht – von seinem eigenen Verband.

Voraussetzung für die Wahl oder Wiederwahl zum FIS-Präsidenten oder in den FIS-Rat ist nämlich, dass der eigene nationale Verband die Kandidatur befürwortet. Und das tut er in Eliaschs Fall nicht. Der britische Verband (GB Snowsport) teilt auf seiner Webseite mit, dass man Chefin Victoria Gosling nominiere. Man sei beeindruckt von Goslings Vision, den Wintersport voranzutreiben, heisst es.

Epstein-Dokumente und Betreibungsfall

Die fehlende Unterstützung von GB Snowsport ist aber momentan nicht das einzige Problem des 64-Jährigen. 

So taucht sein Name etwa in den Epstein-Files auf. Zudem soll er einen Prospekt als Berater einer Stiftung von Ghislaine Maxwell, einer langjährigen Vertrauten von Jeffrey Epstein, firmiert haben. Verbindungen zu ihr hat Eliasch – anders als die Verbindung zu Epstein – nicht bestritten.

Und nun macht die «Süddeutsche Zeitung» eine weitere Enthüllung publik: Aus Unterlagen des Thuner Betreibungsamts geht hervor, dass die FIS um Eliasch mit Hauptsitz in Oberhofen BE dem ehemaligen Geschäftsführer der Tochterfirma FIS Marketing AG noch Geld aus einem Rechtsstreit schuldet: eine sechsstellige Summe für Anwalts- und Gerichtskosten und fünf Millionen für die Anteile an der FIS Marketing AG.

Schon letzten Sommer hatte das Zürcher Bezirksgericht befunden, dass die FIS und Eliasch die Absicht verfolgt hätten, dem Ex-Marketing-AG-Boss den ihm zustehenden Kaufpreis zu Unrecht zu verwehren. 

Schwedische Rettung für Eliasch?

Wird ab Juni bald ein anderer FIS-Präsident dieses Thema ausbaden müssen? Schwierig zu sagen, zumal sich Eliasch für seine erhoffte Wiederwahl noch ein Hintertürchen offen hält: Weil er neben der britischen auch die schwedische Staatsbürgerschaft besitzt, könnte er auch von den Skandinaviern vorgeschlagen werden.

Doch da gibt es ebenfalls ein grosses Aber: Informationen der «Süddeutschen Zeitung» zufolge soll auch der schwedische Verband mittlerweile «starke Vorbehalte» haben.

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