Verschobene Show macht Wahl verzwickt
Wird von Allmen dank Olympia-Höhenflug Sportler des Jahres 2025?

Mit dreimonatiger Verspätung werden am Sonntag die Sports Awards fürs Jahr 2025 vergeben. Dadurch hat sich auch das Momentum geändert. Möglicherweise zugunsten von Franjo von Allmen, der erst im neuen Jahr seine grössten Momente erlebte.
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Franjo von Allmen könnten die drei Olympia-Goldmedaillen nachträglich einen Vorteil für die Sports Awards verschaffen.
Foto: david birri

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Am Sonntag werden in Zürich die Sports Awards für das Jahr 2025 verliehen
  • Franjo von Allmen beeindruckte bei Olympia – hilft ihm das nachträglich?
  • Die Wahl basiert auf Abstimmungen in Medientiteln und unter Sportlern sowie auf Televoting während der Show
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Marco PescioReporter Sport

Die Schweizer Sportfamilie wirft sich am Sonntag (20.05 Uhr, SRF 1) wieder einmal in Schale – in den SRF-Studios in Zürich-Leutschenbach erhalten herausragende Athletinnen und Athleten für ihre Topleistungen eine verdiente Würdigung. Doch gefeiert wird nicht etwa der grandiose, historische Olympia-Winter oder die gerade zu Ende gegangene Skisaison. Es werden die Sports Awards für das Jahr 2025 überreicht. Die Verspätung hängt mit der Silvester-Katastrophe in Crans-Montana VS zusammen, aufgrund derer die Veranstalter den Event ins Frühjahr verschoben.

Nun, das Prozedere bleibt dasselbe: Die Auszeichnungen werden für einen immer gleich definierten Zeitraum vergeben. In diesem Fall konkret für die Zeitspanne vom 1. November 2024 bis zum 31. Oktober 2025. Aufgrund der Gala-Verschiebung stehen die Sports Awards diesmal aber vor einer speziellen Sendung. Weil im neuen Jahr schon drei Monate ins Land gezogen sind, ist auch auf sportlicher Ebene enorm viel passiert – und gerade bei der Männerwahl hat sich das Momentum möglicherweise verschoben.

Zur Erinnerung: Marco Odermatt (28) geht auch diesmal als Favorit ins Wahlrennen. Er hat in besagtem Zeitraum WM-Gold im Super-G, den Gesamtweltcup sowie die kleinen Kugeln in Abfahrt, Super-G und Riesenslalom gewonnen. Es erscheint nur logisch, dass er beste Karten hat, hochverdient zum fünften Mal in Folge Sportler des Jahres zu werden. Doch ist das noch genug in den Köpfen der Sportfans?

Im allmählich ausklingenden Winter ist mit Franjo von Allmen (24) ein anderer die grosse Schweizer Figur. Der Simmentaler schrieb mit seinen drei Olympia-Goldmedaillen Geschichte. Seine grossen Winterspielmomente bleiben unvergessen und überstrahlen alles. Und haben sie gar Einfluss auf die Wahl vom Sonntag?

Spannende, enge Wahl zeichnet sich ab

Der Speed-Spezialist ist für den Award ebenfalls nominiert – und als Abfahrtsweltmeister 2025 liefert er an sich schon ein sehr gutes Argument, dass man ihm die Stimme gibt. Gut möglich aber, dass ihm auch die jüngsten Erfolge für die nun anstehende Preisverleihung Aufschwung geben. Zumal er die Leute zuletzt am meisten bewegte und von Odermatt in den Köpfen paradoxerweise die jüngsten Bilder von Lillehammer bleiben, die einen geschlagenen Superstar zeigten. Wohlgemerkt: Nach einer einmal mehr fantastischen Saison mit drei Kugeln plus zweimal Silber und einmal Bronze bei Olympia, was ihn allerdings eben im Schatten seines Teamkollegen stehen liess.

Ist es überhaupt möglich, dass Franjo von Allmen dank Olympia 2026 Sportler des Jahres 2025 wird? Theoretisch ja. Allerdings müsste er hierfür schon ein gutes Polster der bereits vor der verschobenen Gala abgegebenen Stimmen mitbringen. Das Wahlergebnis setzt sich aus drei Komponenten zusammen. Ein Drittel kommt aus der Vorwahl durch die Medien, ein Drittel aus der Abstimmung der Spitzensportlerinnen und -sportler und – das wird jetzt entscheidend sein – ein Drittel aus dem Televoting vom Sonntag, bei der die ganze Sport-Schweiz abstimmen kann.

Auch ein Nachteil für Gut-Behrami?

Hätte von Allmen also mit den Stimmen aus den ersten zwei Dritteln eine gute Basis geschaffen, wäre ein Coup zur sonntäglichen Primetime durchaus möglich. Dasselbe gilt auch für die restlichen Nominierten bei den Männern: Schwingerkönig Armon Orlik (30), Schwimmstar Noè Ponti (24), Kunstturner Noe Seifert (27) und Slalom-Weltmeister (und neu auch Olympiasieger) Loïc Meillard (29). Nur ist die Ausgangslage, die von Allmen aufgrund der letzten Wintermonate mitbringt, die mit Abstand gefährlichste.

Übrigens könnte das Momentum auch bei den Frauen einer Favoritin einen Nachteil bescheren, wenn man so will: Lara Gut-Behrami (34), die zuletzt zweimal hintereinander den Award abräumte, ist seit November verletzt. Ob ihre kleine Kugel im Super-G sowie Silber in der WM-Team-Kombi noch genügend präsent sind, wenn es darum geht, Hürden-Weltmeisterin Ditaji Kambundji (23), Slalom-Weltmeisterin Camille Rast (26), Mountainbike-Weltmeisterin Alessandra Keller (30), Rad-Abräumerin Marlen Reusser (34) und Freestyle-Königin Mathilde Gremaud (26), die wie von Allmen bei Olympia mit Gold glänzte, zu schlagen?

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