Verrückte Geschichte hinter ihrer Punkte-Erlösung
Selbst ein Skidress-Chaos kann Stefanie Grob jetzt nicht mehr stoppen

Mit geliehenem Helm und Renndress zum Erfolg: Stefanie Grob holt nach jahrelangem Kampf ihre ersten Weltcup-Punkte in Soldeu (And) und glänzt danach mit Rang 10 im Super-G von Val di Fassa (It).
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Hat allen Grund zum Strahlen: Stefanie Grob. Die 21-jährige Appenzellerin fährt erstmals in die Top 10 eines Weltcup-Rennens.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Stefanie Grob holt nach 27 Weltcup-Rennen erstmals Punkte
  • Ihr Gepäck blieb hängen, sie lieh Ausrüstung von Teamkolleginnen
  • Top-10-Platzierung im Super-G, Rang 10 in Val di Fassa
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Mathias GermannReporter Sport

Stefanie Grob (21) kämpfte lange – und wird jetzt endlich belohnt.

Mehr als drei Jahre lang jagte der Youngster den ersten Weltcup-Punkten hinterher. 27 Rennen fuhr Grob ohne Zählbares. Oft fehlten nur Hundertstel. Ein schwacher Trost. «Ich hatte immer das Gefühl: Wenn es schon so lange dauert, dann klappt es irgendwann nicht nur einmal, sondern gleich mehrmals», sagt sie heute. Der Ketchup-Effekt.

Und tatsächlich: In Soldeu (And) platzte vor einer Woche der Knoten. Rang 26 – die ersten Punkte. Danach ging es steil nach oben: 23, 23, 18, 10. Die bodenständige Appenzellerin ist im Weltcup angekommen. «Das tut sehr gut und bedeutet mir viel», sagt sie nach dem Super-G in Val di Fassa (It).

Dabei rechnete sie selbst nicht mit einem Top-10-Resultat. Die Müdigkeit bremste sie. «Während der Fahrt dachte ich: Es wird langsam streng. Und im Ziel meinte ich: Das war nicht das Wahre.» Sie irrte sich.

Johnson lieh Grob den Helm

Vor ihrem ersten Punkterennen erlebte Grob sogar noch Chaos. Ihr Gepäck blieb in Barcelona hängen. Für den Super-G hatte sie nur zwei Dinge: ihre Ski – der Servicemann brachte sie mit dem Auto – und die Skischuhe im Handgepäck. «Das kostete Energie. Für das Rennen musste ich mir fast alles zusammensuchen.»

Die zweifache Junioren-Weltmeisterin in der Abfahrt wurde bei Kolleginnen fündig. Von Joana Hählen (34), nur einen Zentimeter kleiner (1,57 m), lieh sie sich «einen Haufen» – sogar einen Renndress. Der Helm kam von Breezy Johnson (30). Die Amerikanerin, Weltmeisterin und Olympiasiegerin, hat denselben Ausrüster und zwei Helme dabei. «Weil sie direkt aus Cortina anreiste. Das war mein Glück», sagt Grob.

Heute lacht sie über die Episode. «Vielleicht gab mir genau das die Lockerheit für die ersten Punkte.»

Suter: «Es kommt eine coole Zeit auf sie zu»

Wie geht es weiter? Grob startet im Riesenslalom in Åre (Sd), danach beim Europacup-Finale. Dort kann sie sich wohl einen Fixplatz in der Weltcup-Abfahrt sichern.

Teamleaderin Corinne Suter (31) sagt: «Es ist megacool, was Stefi zeigt. Sie will immer mehr und versucht alles. Das macht Freude. Ich habe ihr gesagt: Nimm diese Schwünge mit für die nächsten Rennen! Es kommt eine sehr coole Zeit auf sie zu.»

Eines steht schon fest: «Was ich in den letzten zwei Wochen geschafft habe, ist eine riesige Motivation – auch für das harte Konditionstraining im Sommer.»

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