«Das tut meinem Herzen gut»
Ski-Juwel Blanc vertreibt die Krisen-Geister

Malorie Blanc beweist Nerven: Nach schwierigen Wochen fährt die Walliserin im Super-G von Val di Fassa auf Rang 6. «Ich habe um den Sieg gekämpft», sagt die 22-Jährige stolz.
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Der Sieg Ende Januar in Crans-Montana kostete viel Kraft: Malorie Blanc. Die Walliserin musste ein wenig unten durch, ist nun aber zurück.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Malorie Blanc wird Sechste beim Super-G in Val di Fassa (It)
  • Bei vierter Zwischenzeit auf Siegeskurs, verliert am Ende 37 Hundertstel
  • Stefanie Grob Zehnte, bestes Weltcupresultat; Joana Hählen beendet Karriere auf Rang 28
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Mathias GermannReporter Sport

Es ist kein Stein, sondern ein Felsbrocken, der Malorie Blanc am Fuss der Dolomiten von den Schultern fällt. «Die letzten Tage waren schwierig. Jetzt bin ich einfach froh. Die Leichtigkeit ist zurück», sagt die Walliserin. Im Super-G von Val di Fassa (It) wird sie Sechste. Klingt unspektakulär? Ist es nicht. «Heute bin ich endlich so gefahren, wie ich will. Trotz Fehlern habe ich Gas gegeben – so muss es sein.»

Um die Erleichterung der 22-Jährigen zu verstehen, lohnt sich ein Blick zurück. Am 31. Januar feierte Blanc in Crans-Montana VS, nur wenige Autominuten von zu Hause entfernt, ihren ersten Weltcupsieg. Familie, Freunde und Bekannte waren da. Gratulationen, Autogramme, Selfies – eine Malo-Mania brach aus. «Es war wunderschön. Aber rückblickend habe ich den Rummel unterschätzt.» Zeit, die Batterien zu laden, blieb kaum. Olympia stand vor der Tür.

Eine Medaille in Cortina (It) war nie realistisch. Blanc kam auf der Tofana nicht zurecht. Ganz überraschend war das nicht. Vor allem die Gleitstücke bereiteten ihr Mühe. Auch danach lief im Weltcup wenig. Die Resultate: 17, 11, 15, 25, 24. Nun also Rang sechs. «Das tut meinem Herz gut», sagt sie.

Blanc vergibt Sieg kurz vor dem Ziel

Dabei wäre für Blanc sogar mehr möglich gewesen. Bei der vierten Zwischenzeit liegt Blanc noch auf Siegeskurs. Auf den letzten zwölf Sekunden verliert sie alles. Über den Zielsprung fährt sie rund 10 km/h langsamer als die Besten. «Das ist krass. Vielleicht habe ich das Tempo nicht mitgenommen. Oder ich stand zu hart auf den Kanten.»

Trotzdem überwiegt das Positive. «Ich habe um den Sieg gekämpft», sagt sie stolz. Am Ende fehlen 37 Hundertstel auf Siegerin Elena Curtoni (35, It). Beim Weltcupfinal wird Blanc in Abfahrt und Super-G starten. «Jetzt freue ich mich zuerst auf ein paar Tage zu Hause. Ich bin glücklich – aber müde.»

Grob Zehnte, Suter 13. und Hählen sagt Adieu

Auch Stefanie Grob kommt in Fahrt. Die 21-jährige Appenzellerin wird Zehnte – ihr bestes Weltcupresultat. «Es wurde auch Zeit», sagt sie und lacht. Für die zweifache Junioren-Weltmeisterin in der Abfahrt zahlt sich die Arbeit aus. «Gefühlt fahre ich immer gleich. Aber das Vertrauen wächst. So kann ich mehr riskieren. Es ist cool, den eigenen Namen unter den Besten zu sehen.»

Corinne Suter (31) kommt mit der Piste Volata diesmal nicht wie gewünscht zurecht. Rang 13. «Der Lauf war langsamer gesetzt als gedacht», sagt sie. Startnummer 3 – sonst ihre Lieblingszahl – ist diesmal ein Nachteil. «Man hat noch wenig Informationen.» Trotzdem zieht sie ein positives Fazit: «Ich fühle mich gut und kann endlich wieder so fahren, wie ich will.» Auch Janine Schmitt (25) kommt in Fahrt – Rang 20.

Bleibt Joana Hählen (34). Bei ihrem Weltcup-Abschied wird sie 28. «Ich konnte es geniessen», sagt sie. «Und ein wenig bin ich auch froh, dass es vorbei ist.»

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