Beendet
Super G
Crans-Montana
Crans-Montana
1.
Malorie BLANC
Malorie BLANC1:17.34
2.
Sofia Goggia
Sofia Goggia+0.18
3.
Breezy Johnson
Breezy Johnson+0.36
Mit dieser Fahrt holt sich Blanc ihren ersten Sieg
1:11
Exploit in Crans-Montana:Mit dieser Fahrt holt sich Blanc ihren ersten Sieg
31.01.2026, 12:53 Uhr

Morgen sind die Männer dran

Für heute war es das dann auch in Crans Montana. Die Frauen haben ihre Olympia-Generalprobe hinter sich und werden sich jetzt voll auf das Saisonhighligt einstellen. Die Speed-Männer aber müssen morgen nochmal ran. Um elf Uhr startet die Abfahrt. Wir sind natürlich wieder dabei, bedanken uns fürs Mitlesen und wünschen einen schönen Samstag!

31.01.2026, 12:51 Uhr

Italien mit ereignisreichem Tag

Nach diesem Super G müssen wir aber auch noch auf die Italienerinnen schauen, die eine Achterbahnfahrt der Gefühle hinter sich haben. Roberta Melesi hat lange geführt und wurde zunächst nur von ihrer Teamkollegin Sofia Goggia verdrängt. Und auch, als Malorie Blanc an die Spitze raste, sah es nach einem Doppelpodest für Italien aus. Dann kam Laura Pirovano, die sich anschickte alles nochmal auf den Kopf zu stellen. Mit deutlicher Bestzeit schoss also die nächste Italienerin auf das Ziel zu, verpasste aber das vorletzte Tor und schied aus. Damit aber nicht genug, denn dann kam bekanntlich noch Breezy Johnson, die mit Nummer 29 nach vorne fuhr, sich den dritten Platz sicherte und damit Roberta Melesi neben das Treppchen verwies.

31.01.2026, 12:47 Uhr

Blanc als Überraschungssiegerin

Das war so nicht vorauszusehen und umso schöner ist der Blick auf den ersten Platz von Malorie Blanc. Und auch, wenn danach erstmal eine grosse Lücke wartet, haben es noch vier weitere Schweizerinnen in die Punkte geschafft. Jasmina Suter sicherte sich den 16. Platz, Corinne Suter wird 23. Priska Ming-Nufer, Janine Schmitt und Joana Hählen beenden das Rennen auf den Plätzen 28, 29 und 29. Schmitt und Hählen waren also auch noch gleichschnell. Delia Durrer wird mit Platz 38 letzte derer, die das Ziel erreicht haben, Jasmine Flury ist ausgeschieden.

31.01.2026, 12:43 Uhr

Rädler beste Österreicherin

Mit Ariane Rädler, Cornelia Hütter und Mirjam Puchner haben sich gleich drei Österreicherinnen auf den Plätzen sieben bis neun und damit in den Top Ten platziert. Nina Ortlieb (20.), Julia Scheib (21.) und Ricarda Haaser (24.) haben es ebenfalls noch in die Punkte geschafft. Scheib sogar in ihrem ersten Super G der Saison. Christina Ager, Nadine Fest und Stephanie Brunner beenden den Tag jenseits der ersten 30, Lena Wechner ist leider ausgeschieden.

31.01.2026, 12:40 Uhr

Weidle-Winkelmann zeigt sich

Licht und Schatten haben wir beim DSV gesehen. Emma Aicher leistet sich einen nach eigener Aussage "Anfängerfehler" und scheidet schon im Fuchsloch aus. Kira Weidle-Winkelmann ist aber gut dabei und lange sah es so aus, also ob sie das Podest nur um zwei Hundertstel verpasst hätte. Aber dann kam Breezy Johnson und schob sie noch auf den fünften Platz.

31.01.2026, 12:38 Uhr

Blanc mit dem ersten Weltcupsieg

Greta Small war die letzte Fahrerin und die hat im unteren Teil aufgegeben. Damit ist klar: Malorie Blanc gewinnt vor der eigenen Haustür ihr erstes Weltcuprennen. Dass dürfte Balsam für die Seele der Schweizerinnen und Schweizer sein, die ja zum einen im Speed-Bereich gerade nicht mit Überfliegerinnen gesegnet sind und zum anderen natürlich die Katastrophe aus der Silvesternacht noch lange nicht verdaut haben. Das war auch heute wieder sichtbar und spürbar. Sofia Goggia zeigt sich mit Platz zwei bereit für die Spiele und Breezy Johnson? Die hat hier nochmal ein grosses Ausrufezeichen gesetzt. Mit Startnummer 29 ist sie bis auf den dritten Platz gefahren und hat Roberta Melesi auf Rang vier verwiesen. Diese war da natürlich absolut unglücklich drüber.

31.01.2026, 12:33 Uhr

Priska Ming-Nufer (SUI)

Mit Priska Ming-Nufer ist jetzt auch die letzte Schweizerin unterwegs. Und das sieht erstmal gar nicht schlecht aus. Ming-Nufer kommt aber vor allem unten nicht auf das schnelle Tempo, das für einen Platz weiter vorne nötig wäre. Mit Rang 28 sind ihr Weltcuppunkte aber sicher. Denn es steht nur noch eine oben.

31.01.2026, 12:20 Uhr

Stephanie Brunner (AUT)

Und Stephanie Brunner? Die kommt vor allem im oberen Teil gut klar und fährt mit einer guten Zeit in Richtung Ziel. Aber nach unten hin wird der Rückstand doch grösser und auch sie verpasst mit Platz 31 die Punkteränge.

31.01.2026, 12:19 Uhr

Delia Durrer (SUI)

Delia Durrer ist unterwegs und versucht sich, vor den Spielen nochmal ein gutes Gefühl zu holen. Aber so richtig ran kommt sie nicht. Durrer macht das ordentlich, kommt aber nur auf dem 32. Platz und verpasst damit die Punkte.

31.01.2026, 12:16 Uhr

Lena Wechner (AUT)

Schade, da war es schnell vorbei für Lena Wechner. Die Österreicherin verfährt sich nach der ersten Welle und fährt am nächsten Tor vorbei.

Exploit der Walliserin
Blanc rast in Crans-Montana zu ihrem ersten Weltcupsieg

Schweizer Jubel in Crans-Montana. Malorie Blanc gelingt ein Exploit, sie feiert bei ihrem Heimrennen ihren ersten Weltcupsieg.
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Malorie Blanc jubelt in Crans-Montana.
Foto: keystone-sda.ch

Das Podest

1. Malorie Blanc (Sz) 1,17,34
2. Sofia Goggia (It) +0,18
3. Breezy Johnson (USA) +0,36

Das Rennen

Um kurz nach halb zwölf bebt Crans-Montana. Der Grund dafür heisst Malorie Blanc. Die 22-jährige Walliserin zeigt eine sensationelle Fahrt bei ihrem Heimrennen. Und knackt die Bestzeit der Disziplinenführenden Sofia Goggia. Das Publikum tobt, feiert sie für ihre Leistung. Und Blanc geniesst den Moment mit einem Strahlen im Gesicht, das die Sonne in den Schatten stellt. Sie sorgt für einen Exploit, der den Schweizerinnen gut tut. Für die Speed-Frauen ist es der erste Podestplatz in diesem Winter. Und das gelingt Blanc an dem Ort, an dem sie vor zwei Jahren einen herben Rückschlag wegstecken musste. 2024 hat sie sich bei einem Sturz in der Europacup-Abfahrt das Kreuzband gerissen. Nun überstrahlt sie alle.

Allerdings muss sie noch mehr als einmal so richtig zittern. Erst ist Laura Pirovano drauf und dran, eine neue überlegene Bestzeit aufzustellen. Bei der dritten Zwischenzeit liegt die Italienerin sechs Zehntel vorne. Und dann das! Sie fährt am letzten Tor vorbei und scheidet aus. Bitter für sie. Denn Pirovano hätte Blanc von der Spitze verdrängt. Kurz darauf zeigt Breezy Johnson mit Startnummer 29, dass die Piste immer noch schnelle Fahrten zulässt. Die Amerikanerin vergibt im Schlusshang den Sieg, reiht sich aber hinter Goggia auf Platz 3 ein. So bleibt Blanc in Führung. Und feiert den ersten Weltcupsieg ihrer Karriere. Im vierten Super-G des Winters ist sie die vierte Siegerin.

Das gab zu reden

Am Freitag ist Lindsey Vonn als eine von drei Fahrerinnen gestürzt. Noch ist nicht klar, ob sie sich dabei gravierend verletzt hat. Aber die Amerikanerin klagt über Schmerzen im Knie. Obwohl sie deswegen den Super-G nicht bestreiten kann, verfolgt sie das Rennen. Und meldet sich mit emotionalen Worten zu Blancs Sieg. «Was für eine grossartige Geschichte», schreibt Vonn auf Instagram. «Die Schweiz gewinnt nach einer solchen Tragödie. Das fühlt sich gut an.»

Die Schweizerinnen


16. Jasmina Suter +1,22
23. Corinne Suter +1,55
28. Priska Ming-Nufer +2,15
29. Janine Schmitt +2,16
29. Joana Hählen +2,16
38. Delia Durrer +3,37
DNF Jasmine Flury

Corinne Suter zeigt einen starken Start. Aber je länger ihre Fahrt dauert, desto mehr fällt sie zurück. Man sieht, dass sie aufgrund ihrer Verletzung, die sie vor dem Saisonstart erlitten hat, noch nicht zu 100 Prozent bereit ist, das Risiko zu suchen. Sie nimmt vor allem im letzten Abschnitt viel raus.

Jasmina Suter kann nicht mit ihrer Landsfrau mithalten. Sie handelt sich 1,22 Sekunden Rückstand ein. Und ist am Ende dennoch die zweitbeste Schweizerin.

Gleich zweimal hat Joana Hählen Glück. Sie kann einen Sturz verhindern. Die Rettungstaten kosten allerdings viel Zeit. So findet sie sich in der Rangliste weit hinten wieder. Letztlich reicht es gerade noch für zwei Weltcuppunkte. Platz 29 teilt sie sich mit der zeitgleichen Janine Schmitt.

Von oben bis unten ist es für Jasmine Flury ein Krampf. Letztlich merkt sie, dass es nichts mehr bringt und fährt im Zielhang an einem Tor vorbei. Sie scheidet aus. Neben ihr verpasst auch Delia Durrer die Punkte. Sie handelt sich einen zu grossen Rückstand ein.

Die Stimmen gegenüber SRF

Malorie Blanc: «Unglaublich, ich habe ein bisschen Mühe, alles zu realisieren. Als ich ins Ziel gekommen bin, habe ich die Leute gehört und gedacht, das war wohl nicht so schlecht. Schade hat es Pirovano nicht ins Ziel geschafft – sie hätte es verdient. Ich weiss nicht, wann das alles bei mir ankommt. Aber wenn ich die Leute höre, ist das unglaublich – boah, ich habe kleine Ameisen in meinem Herzen. Familie, Freunde – ich habe gehört, dass 200 Personen für mich da sind. Ich bin mega dankbar, dass alle gekommen sind. Ohne sie wäre es ganz anders. Auf dieser Piste habe ich alles erlebt und mich hier auch verletzt. Es ist so ein schöner Ort. Wenn ich ins Wallis komme, bin ich einfach zu Hause und kann es voll geniessen. Ich bin sehr froh, habe ich das auf dieser Piste gemacht für diese Leute.»

«Ich hatte als Kind nie grosse Erwartungen an mich»
5:20
Blanc nach Super-G-Sieg:«Ich hatte als Kind nie grosse Erwartungen an mich»

Corinne Suter: «Mir war es wichtig, dass ich bei den Ausfahrten das Tempo mitnehmen kann. Das Rennen war nicht einfach, sondern ziemlich technisch. Ein-, zweimal hab ich zu viel hingestellt, da verliert man viel Zeit. Im Hinblick auf Olympia versuche ich noch irgendwo zu trainieren. Jetzt geht es darum, die guten Schwünge, die dabei sind, zusammenzufügen und das von oben bis unten durchzuziehen.»

Das gab zu reden II

Das Rennwochenende in Crans-Montana steht ganz im Zeichen der Brandkatastrophe von Silvester. Das Rahmenprogramm wurde angepasst, der Fokus gilt dem sportlichen Aspekt. Am Freitag legen die Athleten auf einem schwarzen Herz im Schnee Rosen nieder, um den Opfern zu gedenken. Schwarz ist auch die Farbe, die im Zielraum dominiert. Der Zielbogen ist schwarz statt rot. Die üblichen Werbebanden zieren keine bunten Sponsoren-Logos, sondern schwarze Schleifen und der Slogan «Unsere Gedanken sind bei euch», übersetzt in mehrere Sprachen. Vor dem Rennstart am Samstag gibts eine Gedenk-Zeremonie.

Foto: Getty Images

Das gab zu reden III

Im April verletzte sich Federica Brignone schwer. Vor elf Tagen gibt sie mit Platz 6 im Riesenslalom am Kronplatz ein fulminantes Comeback. Nun greift die Italienerin auch im Speed wieder an. Ihren Start in der Abfahrt verhindert am Freitag der Rennabbruch, im Super-G ist es nun soweit. Sie zeigt eine solide Fahrt, kann aber nicht mit den Schnellsten mithalten. Am Ende klassiert sie sich in den Top 20.

Die Bedingungen

Am Freitag war es grau und neblig, es hat geschneit. 24 Stunden später siehts komplett anders aus. Von Wolken ist nichts mehr zu sehen. Der Himmel ist blau, die Sonne scheint – Kaiserwetter par exzellence. Und auch die Piste ist bei Temperaturen knapp unter null Grad in gutem Zustand.

So gehts weiter

Die Frauen haben die Olympia-Hauptprobe hinter sich. Das nächste Rennen ist die Abfahrt (8. Februar, 11.30 Uhr), in der es um Medaillen geht. Im Super-G werden diese am 12. Februar (11.30 Uhr) verteilt.

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