Malorie Blanc macht jetzt richtig Tempo! Sie ist schnell, wählt die richtige Linie und geht die Tore eng an. Aber sie ist nicht im Topspeed unterwegs. Im Zielhang wird es nochmal eng, aber sie fährt es nach unten! Da geht die Schweizerin in Führung und das Publikum bringt die Tribüne zum Wackeln. Was ist denn jetzt da los?!
Keely Cashman ist die nächste, die sich auf den Weg nach unten macht. Und die macht das gar nicht schlecht! Im oberen Teil ist sie dicht an der schnellsten Zeit dran und bleibt erstmal auf Zug. Nach unten hin verleirt sie aber zu viel Zeit, wählt einen zu weiten Weg und fällt auf eineinhalb Sekunden zurück. Da hat sie eine bessere Platzierung im Zielhang liegen gelassen. Platz zwölf ist es für den Moment.
Und Ester Ledecká? Die hat im Fuchsloch Probleme, bleibt aber stehen. Das kostet sie viel Zeit, sie zieht die Sprünge oft zu weit und fällt damit zurück. Zwar kann Ledecká zwischendurch noch etwas aufholen, wird am Ende aber nur Siebte!
Dann steht jetzt die nächste Favoritin oben, die versuchen will, ihre Teamkollegin Melesi von Position eins zu schieben. Und sie startet schnell, kommt ohne Probleme durch das Fuchsloch. Aber sie fällt zunächst zurück! Nach der Gleitpassage holt sie wieder auf, kommt gut durch die schwierigen Wellen und holt in diesen letzten Toren noch mehr Zeit raus! Das ist die neue Führung und das feiert Goggia auch zu Recht.
Jetzt wird es ernst für Emma Aicher. Die Deutsche hat schnell ein hohes Tempo drauf, lehnt sich im Fuchsloch aber zu weit nach innen und rutscht weg! Aicher rutscht ein Stück nach unten und fährt dann mit einer gehörigen Portion Ärger nach unten. Damit ist die Siegerin des letzten Super-Gs und eine Mitfavoritin auf den heutigen Sieg ausgeschieden.
Romane Miradoli ist eine der wenigen, die gestern einen ganzen Lauf nach unten gebracht haben. Und mit diesem Selbstvertrauen geht sie auch in den Lauf. Aber dann verfährt sie sich ein kleines bisschen und muss korrigieren. Das kostet natürlich Zeit und das zieht sich weiter nach unten durch. Die Wellen im Zielhang nimmt sie gut, aber sie kommt einfach nicht mehr dran. Rang sieben ist das für die Französin.
Cornelia Hütter macht sich direkt danach auf den Weg. Und auch sie kommt zunächst nicht an die Zeit von Melesi ran! Hütter ist eher defensiv unterwegs, bleibt aber noch in Schlagdistanz. Kommt sie vorne nochmal ran? Nein! Mit 22 Hundertsteln Rückstand wird es der vierte Platz. Da hätte sie aber mehr gewollt. Das zumindest sagt ihr Gesicht im Ziel.
Mit einem Tag Verspätung sehen wir jetzt das Speed-Comeback von Federica Brignone. Nach ihrer schweren Knieverletzung am Ende der vergangenen Saison hat sie das Ziel "Olympia" nicht aufgegeben und steht jetzt im letzten Super G vor dem Saisonhighlight also im Starthaus. Brignone beginnt mit dem bisher schnellsten Start, geht aber natürlich noch nicht ins letzte Risiko. Einmal rutscht ihr der Ski weg, aber das kann sie zum Glück abfangen. Die Italienerin ist eher vorsichtig unterwegs und fällt deshalb natürlich weit zurück. Im letzten Teil holt sie mit guten Schwüngen nochmal etwas raus und landet auf dem sechsten Platz.
Elena Curtoni hat Schwierigkeiten. Sie fällt schnell zurück und versucht das über eine ganz enge Linie wettzumachen. So eng, dass sie zu dicht an das nächste Tor kommt, die Stange volle Kanne gegen ihren Arm bekommt und daraufhin aufgibt.
Sorgt Alice Robinson jetzt für eine neue Bestzeit? Nach einem guten Start geht sie gleich in Führung, nimmt aber nicht die direkteste Linie. Robinson kommt gut über die wichtige Welle und wird dadurch schneller. Zwar liegt sie noch zurück, kann aber in den letzten Toren noch etwas nach vorne fahren. Mit neun Hundertsteln Rückstand reicht es aber nur für den zweiten Platz! Und Melesi freut sich, dass sie weiterhin auf dem Platz der Führenden sitzen darf.