Beendet
Riesenslalom
Kronplatz
Kronplatz
1.
Julia Scheib
Julia Scheib2:19.85
2.
Camille Rast
Camille Rast+0.37
3.
Sara Hector
Sara Hector+0.46
20.01.2026, 14:33 Uhr

Bis zum nächsten Mal!

Das war es dann auch schon wieder vom Riesentorlauf der Damen am Kronplatz! Lange Zeit zum Verschnaufen haben die Athletinnen nicht, denn schon am Wochenende gastiert der Weltcup im tschechischen Riesengebirge. Der Riesenslalom in Špindlerův Mlýn steigt am Samstag um 10 Uhr. Bis dann!

20.01.2026, 14:33 Uhr

Lichtblicke im Schweizer Team

In der Schweiz wird natürlich vor allem über den nächsten Podestplatz von Camille Rast gejubelt. Aber auch dahinter haben einige auf sich aufmerksam gemacht. Vanessa Kasper konnte sich mit einem starken zweiten Run von Platz 18 auf 14 verbessern, während die 18-jährige Dania Allenbach auf Rang 22 auch in ihrem zweiten Weltcuprennen gleich Punkte einfährt. Auch Sue Piller auf Rang 27 greift noch Zählbares ab.

20.01.2026, 14:31 Uhr

Alles wie immer beim ÖSV

Beim Team Österreich spiegelt das heutige Rennen die gesamte Situation im Riesenslalom gut wieder. Julia Scheib fährt in ihrer eigenen Liga und brilliert mit ihrem vierten Saisonsieg und dann kommt lange nichts, denn alle anderen ÖSV-Starterinnen landen ausserhalb der Top 15. Nina Astner, Stephanie Brunner und Franziska Gritsch belegen die Ränge 16-18, Ricarda Haaser beendet den Wettkampf auf Position 26.

20.01.2026, 14:30 Uhr

Ein paar Punkte für den DSV

Aus deutscher Sicht war heute nicht viel zu holen. In Abwesenheit der pausierenden Emma Aicher wurde Lena Dürr auf Rang 21 beste DSV-Athletin und war damit natürlich nicht zufrieden. Erfreulich war hingegen, dass Fabiana Dorigo es ins Finale geschafft hat und auf Rang 25 einige Zähler sammeln konnte.

20.01.2026, 14:27 Uhr

Vierter Sieg für Scheib!

Julia Scheib bleibt im Riesenslalom das Mass aller Dinge und feiert im siebten Rennen der Saison ihren vierten Sieg! Mit einem furiosen zweiten Lauf verweist die Österreicherin die zuvor vor ihr liegenden Camille Rast und Sara Hector noch auf die Ränge zwei und drei und baut ihre Führung in der Disziplinenwertung weiter aus. Mikaela Shiffrin verpasst das Treppchen als Vierte knapp, Federica Brignone wird bei ihrem Comeback starke Sechste.

20.01.2026, 14:25 Uhr

Sara Hector (SWE)

Jetzt fällt die Entscheidung! Sara Hector geht es wieder mit enormer Schubkraft an, attackiert wie immer jede Stange und hat zunächst minimalen Rückstand. Im Mittelteil holt sie auf und geht knapp vorbei, doch dann passt die Ausfahrt aus dem Steilhang nicht! Hector kann nur Rang drei ins Ziel retten und der Sieg geht an Julia Scheib!

20.01.2026, 14:23 Uhr

Camille Rast (SUI)

Camille Rast findet gut in ihren Lauf und ist lange gleichauf mit Scheib, leistet sich dann im Mittelteil aber einen bösen Fehler und muss mächtig nachsteuern. danach versucht die Schweizerin alles, kann aber nicht mehr genug Speed aufnehmen und muss der Österreicherin den Vortritt lassen. Rang zwei für Rast, die damit aber zumindest sicher auf dem Podest ist.

20.01.2026, 14:20 Uhr

Julia Scheib (AUT)

Das Rote Trikot ist unterwegs! Nach ein paar leichten Fehlern im ersten Lauf rast Julia Scheib mit Wut im Bauch die Piste hinab und quetscht bei jedem einzelnen Tor alles raus. Schon zur Halbzeit liegt die Österreicherin eine halbe Sekunde vorne und packt dann im Zielhang sogar noch drauf! Das ist die deutliche Führung für Scheib, die damit mächtig Druck auf Rast und Hector macht.

20.01.2026, 14:18 Uhr

Mikaela Shiffrin (USA)

Jetzt kommt Mikaela Shiffrin! Dreimal hat sie US-Amerikanerin hier schon gewonnen. Kann sie heute nochmal Druck aufs Führungstrio machen? Shiffrin zeigt oben ganz saubere und schnelle Schwünge und baut ihren Vorsprung immer weiter aus. Auch unten bleibt sie stets stabil und lässt nur bei der Ausfahrt aus dem Steilhang nochmal ein bisschen liegen. Führung für Mikaela Shiffrin!

20.01.2026, 14:17 Uhr

Thea Louise Stjernesund (NOR)

Thea Louise Stjernesund hat die Führung lange vor Augen und meistert den Grossteil des Rennens ganz souverän. Im Zielhang lässt die Norwegerin sich dann aber etwas zu sehr hängen und drückt nicht mehr genug aufs Tempo. Nur Rang drei.

Podestplatz am Kronplatz
Rast setzt ihre Riesen-Serie fort

Nächster Podestplatz für Camille Rast. Im Riesenslalom am Kronplatz ist nur eine schneller: die Österreicherin Julia Scheib.
1/17
Camille Rast jubelt am Kronplatz.
Foto: Getty Images

Das Podest

1. Julia Scheib (Ö) 2:19,85
2. Camille Rast (Sz) +0,37
3. Sara Hector (Sd) +0,46

Das Rennen

Vor sechs Jahren hat Camille Rast am Kronplatz als Neunte ihre ersten Weltcuppunkte eingefahren. Auch dieses Mal kommt sie mit der Piste bestens zurecht. Nur 15 Hundertstel beträgt ihr Rückstand, als Halbzeit-Zweite ist sie auf Podestkurs. Bevor sie sich ein zweites Mal aus dem Starthäuschen katapultiert, liegt die Österreicherin Julia Scheib in Führung. Mit ihr liefert sich die Walliserin ein Kopf-an-Kopf-Rennen – mit dem besseren Ende für Scheib.

Sie greift nach ihrem vierten Saisonsieg. Nur Sara Hector kann diesen noch verhindern. Auch die Schwedin liefert sich ein enges Duell mit Scheib – kann aber vor allem unten raus nicht mehr mit ihr mithalten. Sie fällt gar noch hinter Rast zurück. Die Schweizerin wird Zweite und setzt ihre beeindruckende Riesenslalom-Serie fort. Zum sechsten Mal in Serie fährt Rast in die Top 5.

Die Schweizerinnen

14. Vanessa Kasper +3,01
22. Dania Allenbach +4,35
27. Sue Piller +5,93
Den 2. Lauf verpassen: 32. Simone Wild +3,72, 37. Wendy Holdener +4,20, 40. Stefanie Grob +4,58
DNF1: Shaienne Zehnder

Eine starke erste Fahrt zeigt Vanessa Kasper. Mit der Nummer 31 prescht sie auf Zwischenrang 18. Damit ist sie zum fünften Mal in diesem Winter im 2. Lauf dabei. Bisher hats danach gehapert, sie konnte nicht an die erste Fahrt anknüpfen. Das ist dieses Mal anders. Sie setzt sich kurzzeitig an die Spitze. Und kann sich am Ende über ihr bestes Weltcupresultat im Riesenslalom freuen. Da sie sich in den Top 15 klassiert, erfüllt sie sogar die halbe Olympia-Limite.

Als sich Sue Piller aus dem Starthäuschen katapultiert, führt ihre Teamkollegin Allenbach. Mit ihr kann sie nicht mithalten, da fährt bei Piller ein bisschen mehr Sicherheit mit. Aber sie bringt den Lauf runter und holt Punkte.

In ihrem erst zweiten Weltcuprennen schafft es Dania Allenbach zum zweiten Mal in den 2. Lauf. Als 29. gelingt ihr das haarscharf, dafür profitiert sie in der Entscheidung von einer tiefen Startnummer. Die 18-Jährige ist die jüngste Athletin im 2. Lauf. Und hält sich nicht zurück. Sie greift an und büsst oben Zeit ein. Dank einem starken Finish kann sie sich dennoch zwischenzeitlich an die Spitze setzen. Weil danach die eine oder andere Konkurrentin die Zähne an ihrer Zeit ausbeisst, macht sie einen Sprung nach vorne und realisiert ihr Bestresultat.

Wendy Holdener zeigt eine Fahrt ohne grosse Fehler. Aber der Schwyzerin fehlt das Tempo, sie kommt überhaupt nicht auf Zug. «Im ersten Abschnitt hatte ich ein gutes Gefühl. Beim Rest des Laufs hab ich gemerkt, dass es nicht die richtige Lösung ist, aber ich konnte nicht umstellen», fasst sie gegenüber SRF zusammen. Sie büsst 4,20 Sekunden auf die Bestzeit ein und verpasst die Qualifikation für den 2. Lauf deutlich. Eine grosse Enttäuschung für die Schwyzerin. Obwohl kaum jemand daran zweifeln dürfte, dass Holdener den Olympia-Riesen bestreiten wird, hat sie damit weiterhin mit Platz 15 in Semmering nur die halbe Limite erfüllt.

Viel knapper ists bei Simone Wild. Als 32. fehlen ihr nur fünf Hundertstel, um noch einmal starten zu dürfen. Shaienne Zehnder schaffts als einzige Schweizerin am Morgen nicht ins Ziel.

Die Stimmen gegenüber SRF

Camille Rast: «Unten habe ich viel verloren, denke ich. Generell war es ein gutes Rennen. Im ersten Lauf bin ich etwas zu nett gefahren. Hier auf dem Podest zu stehen, auf dieser schwierigen Piste – ich bin zufrieden. Die Läufe sind sicher länger, aber das stört nicht. Wir sind bereit für solche Läufe. Es ist schön, das gibt noch ein bisschen mehr Spannung in den Rennen. Die Arbeit, die ich in den Riesenslalom gesteckt habe, zahlt sich aus. Aber es gibt sicher noch Dinge zu verbessern. Ich war im Sommer bei Federica (Brignone, Anm.d.Red.) zu Hause und habe ihre Beine gesehen – es sah wirklich nicht gut aus. Und dass sie jetzt am Start steht und Sechste wird, ist schon unglaublich.»

Dania Allenbach: «Ich habe Vollgas gegeben – es ist Weltcup, da brauchts das sonst kommt man nirgends hin. Es ist aufgegangen, ich bin happy.»

Vanessa Kasper: «Ich kann noch nicht ganz fassen, was ich hier geleistet habe. Aber unten hab ich gespürt, dass es schnell vorwärts geht. Als es grün aufgeleuchtet ist, dachte ich nur endlich hab ich mal zwei gute Läufe runtergebracht. Darum bin ich gerade mega happy. Gestern dachte ich noch, jetzt ist mir alles egal, weils im Training gar nicht gelaufen ist. Ich höre jetzt dann auf mit dem Seich. (lacht) Deswegen habe ich gar nicht viel überlegt, bin einfach gefahren. Das ist ein Rezept, das ich mitnehmen möchte.»

Das gab zu reden

292 Tage ist es her, seit sich Federica Brignone beim Sturz an den italienischen Meisterschaften nicht nur Brüche am linken Schien- und Wadenbein zugezogen, sondern auch das Kreuzband gerissen hat. Schon damals war klar: Im Hinblick auf die Olympischen Spiele gibts einen Wettkampf gegen die Zeit. Und diesen scheint Brignone zu gewinnen. Denn sie gibt am Kronplatz ihr Comeback. «Ich bin hier, um meinen Kopf sowie meinen Körper und vor allem mein Bein zu testen», sagt sie auf der Pressekonferenz im Vorfeld. Ihr Ziel sei nicht, ein grosses Ergebnis zu holen. Mit Startnummer 13 geht die Weltmeisterin ins Rennen – und fährt, als wäre sie nie weg gewesen. Sie wird Sechste.

Das gab zu reden II

Emma Aicher ist eine Allrounderin, sie geht in allen vier Disziplinen an den Start. So hat die Deutsche in diesem Winter bereits 21 Weltcuprennen in den Beinen. Nun gönnt sie sich nach ihrem Sieg am Sonntag im Super-G von Tarvisio (It) eine Pause und verzichtet auf den Riesenslalom am Kronplatz. Es ist das erste Rennen, welches diesen Winter ohne Aicher stattfindet.

Foto: imago/Eibner

Die Bedingungen

Strahlend blauer Himmel und Sonnenschein über Kronplatz, dazu eine Piste, die hält. «Der Schnee ist unglaublich cool», meint Camille Rast gegenüber SRF. Er sei kompakt aber auch nicht zu schwierig. Der Kurs, den ein Schweizer Trainer steckt, ist im 1. Lauf viel drehender als derjenige am Nachmittag. Das zeigt sich auch in den gefahrenen Zeiten. Die Athletinnen sind in der Entscheidung fast zehn Sekunden schneller.

So gehts weiter

Für die Technikerinnen geht die Reise weiter ins tschechische Spindlermühle. Dort steht am Samstag der nächste Riesenslalom (1. Lauf 10 Uhr) auf dem Programm, am Sonntag wird ein Slalom (1. Lauf 9.30 Uhr) gefahren.

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