Drei von sechs Athletinnen stürzen in der Abfahrt von Crans-Montana VS, ehe das Rennen abgebrochen wird. Unter den Ausfällen ist auch Lindsey Vonn. Die Amerikanerin rutscht weg und landet in den Fangnetzen. Dort bleibt die 41-Jährige eine ganze Weile liegen. Die Fans halten den Atem an – bange Momente in Crans-Montana.
Kurz darauf kann Vonn aber aufstehen und selber in Richtung Ziel fahren. Allerdings tut sie das vorsichtig, langsam und sichtlich mitgenommen. Und vor allem fasst sie sich immer wieder mit schmerzverzerrtem Gesicht an ihr linkes Knie. Im Ziel angekommen, wird die Amerikanerin von den Fans mit frenetischem Applaus empfangen. Sie winkt kurz und verschwindet dann. Von ihren Teamkolleginnen gibts Trost, sie umarmen Vonn, bei der auch ein paar Tränchen kullern.
Später wird sie mittels Helikopter aus dem Zielraum geflogen. «Dass Lindsey mit dem Heli weggeflogen wurde, ist eine Vorsichtsmassnahme», sagt Head-Rennchef Rainer Salzgeber zu Blick. Mehr Informationen zu ihrem Zustand hat er nicht.
Neun Tage bis zur Olympia-Abfahrt
So hat sich die Siegerin von zwei Abfahrten in diesem Winter (St. Moritz und Zauchensee) die Olympia-Hauptprobe nicht vorgestellt. Ist mit dem Sturz gar ihr Traum von den Spielen und damit einer weiteren Medaille an einem Grossanlass geplatzt? Dort will sie in neun Tagen am 8. Februar (11.30 Uhr) in der Köngisdisziplin um Edelmetall fahren.
Von ihrem Trainer Aksel Lund Svindal (43) gibt es erste Informationen. «Sie hat Schmerzen», sagt der Norweger zu Blick. Mehr wisse man aktuell noch nicht. Untersuchungen sollen nun zeigen, ob etwas kaputtgegangen ist. «Wir drücken die Daumen», meint Svindal, will dann aber schnell weiter zu seiner verletzten Fahrerin. Die Hoffnung bleibt, dass Vonns Olympia-Traum nicht im Schnee von Crans-Montana geplatzt ist.
