Darum gehts
- Lindsey Vonn stürzt bei Abfahrt in Crans-Montana und verletzt Knie
- Sie wird per Helikopter abtransportiert, Olympia-Teilnahme aber nicht ausgeschlossen
- Drei von sechs Athletinnen stürzten, Rennen wurde abgebrochen
Drei von sechs Athletinnen stürzen in der Abfahrt von Crans-Montana VS, ehe das Rennen abgebrochen wird. Unter den Ausfällen ist auch Lindsey Vonn. Die Amerikanerin rutscht weg und landet in den Fangnetzen. Dort bleibt die 41-Jährige eine ganze Weile liegen. Die Fans halten den Atem an – bange Momente in Crans-Montana.
Kurz darauf kann Vonn aber aufstehen und selber in Richtung Ziel fahren. Allerdings tut sie das vorsichtig, langsam und sichtlich mitgenommen. Und vor allem fasst sie sich immer wieder mit schmerzverzerrtem Gesicht an ihr linkes Knie. Im Ziel angekommen, wird die Amerikanerin von den Fans mit frenetischem Applaus empfangen. Sie winkt kurz und verschwindet dann. Von ihren Teamkolleginnen gibts Trost, sie umarmen Vonn, bei der auch ein paar Tränchen kullern.
Später wird sie mittels Helikopter aus dem Zielraum geflogen. «Dass Lindsey mit dem Heli weggeflogen wurde, ist eine Vorsichtsmassnahme», sagt Head-Rennchef Rainer Salzgeber zu Blick. Mehr Informationen zu ihrem Zustand hat er nicht. Vonn meldet sich am Nachmittag auf Instagram: «Ich habe mich am linken Knie verletzt. Wie schlimm es ist, werden weitere Untersuchungen zeigen.» Olympia hat sie deswegen nicht abgeschrieben: «Das ist natürlich hart für mich. Aber mein Olympia-Traum ist noch nicht vorbei. Wenn ich mich mit etwas auskenne, dann sind es Comebacks.»
Neun Tage bis zur Olympia-Abfahrt
Die Siegerin von zwei Abfahrten in diesem Winter (St. Moritz und Zauchensee) hat sich die Olympia-Hauptprobe natürlich nicht so vorgestellt. In Cortina will sie am 8. Februar (11.30 Uhr) in der Königsdisziplin um Edelmetall fahren.
Auch von ihrem Trainer Aksel Lund Svindal (43) gibt es Informationen. «Sie hat Schmerzen», sagt der Norweger zu Blick. Mehr wisse man aktuell noch nicht. Untersuchungen sollen nun zeigen, ob etwas kaputtgegangen ist. «Wir drücken die Daumen», meint Svindal, will dann aber schnell weiter zu seiner verletzten Fahrerin. Die Hoffnung bleibt, dass Vonns Olympia-Traum nicht im Schnee von Crans-Montana geplatzt ist.
