«Steck deine Nase nicht da rein»
Ski-Star Goggia will die Familie nicht dabei haben

Kann man ohne Familie im Rücken gewinnen? Sofia Goggia (33) sagt Ja und will am Sonntag die Super-G-Kugel holen. «Mein Team ist meine Familie», sagt sie.
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Erste Super-G-Kristallkugel? Am Sonntag hat Sofia Goggia die Chance, erstmals in dieser Disziplin zu triumphieren.
Foto: SVEN THOMANN

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Sofia Goggia (33) will ohne Familie die Super-G-Kugel am Sonntag gewinnen
  • Goggia betont, ihr Team sei ihre Familie, keine Einmischung von Verwandten
  • Bisher vier Abfahrts-Kugeln, Super-G wäre ein Novum für die Italienerin
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Mathias GermannReporter Sport

Braucht es Familie im Zielraum, um Grosses zu gewinnen? Der Blick auf die letzten zehn Jahre legt es nahe. Lara Gut-Behrami (34) siegte 2015 und 2026 – Vater Pauli war dabei. Federica Brignone gewann 2020 und 2025, begleitet von Bruder Davide. Petra Vlhova (30, Slk) holte 2021 den Titel, ihr Bruder Boris trainierte sie. Und Mikaela Shiffrin (31, USA)? Mutter Eileen war bei allen fünf Gesamtsiegen entscheidend – und dürfte es auch diesmal sein, wenn Shiffrin ihre sechste Kugel anpeilt.

Doch es geht auch ohne Familie. Sofia Goggia (33, It) will niemanden aus dem engsten Kreis dabei haben. Bruder Tommaso kommt zwar ab und zu, redet ihr aber bei ihrer Arbeit nicht drein. Das ist der Abfahrtsolympiasiegerin von 2022 besonders wichtig. «Ich komme nicht aus einer Skifahrerfamilie. Meine Mutter ist Professorin für Literatur und Latein, mein Vater Bauingenieur. Sie haben einen ganz anderen Hintergrund», sagt sie.

Einmischung duldet die Olympiasiegerin von 2022 nicht. Einmal fragte die Mutter nach ihren Skischuhen. Goggias Antwort: «Du solltest diese Frage nicht stellen. Das ist nicht dein Job, also steck deine Nase nicht da rein.» So direkt fährt sie auch Ski: hart, kompromisslos. «Ich bin streng mit meiner Mutter», sagt sie. Das heisst nicht, dass sie sie weniger liebt. «Ich habe ein Team, das sich um alles kümmert. Ich sage ihr ja auch nicht, wie sie arbeiten soll.»

Grosse Kristallkugel? Shiffrin tritt nicht zurück

Am Sonntag könnte die Power-Frau aus Bergamo die Super-G-Kugel gewinnen. Das wäre ein Novum – bislang hamsterte sie viermal Kristall in der Abfahrt. Noch grösser wäre der Triumph im Gesamtweltcup. Er muss warten, obwohl Goggia im letzten Sommer und Herbst viel dafür investierte und das Riesenslalom-Training intensiviert hat. Ihr ist klar, dass sie wohl drei Disziplinen braucht, in denen sie aufs Podest fährt.

Ob sie so Emma Aicher (22, De), die alles fährt, schlagen kann? Dazu kommt Mikaela Shiffrin (31), die einen Rücktritt trotz Spekulationen ausschliesst. «Ich verstehe diese Fragen, weil ich auf der Zielgeraden meiner Karriere bin. Aber ich werde nächsten Winter weiter dabei sein», so der US-Star.

Versuchen wird es Goggia dennoch. Familie braucht sie dafür nicht. «Mein Team ist meine Familie. Ich vertraue ihnen», sagt sie.

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