Darum gehts
- Juliette Fournier stürzt und verpasst Bronze bei Junioren-WM in Narvik
- Schweiz schon sechs Mal knapp am Podest vorbei
- Anna Trocker gewinnt Gold mit 2,29 Sekunden Vorsprung, Fournier 4,20 zurück
Keine andere Fahrerin kommt an diesem zweitletzten Tag der Junioren-WM spektakulärer ins Ziel: Juliette Fournier verliert ganz zum Schluss, just bei der finalen Stange des Kurses, das Gleichgewicht und stürzt rückwärts über die Linie. Ihrer guten Zeit tut dies aber keinen Abbruch. Dank eines rasanten zweiten Laufes arbeitet sich die Walliserin von Platz 14 weit nach vorne und landet am Ende … auf Rang vier.
Schon wieder! Es ist bereits das sechste Mal Leder für die Schweiz an den Wettkämpfen im norwegischen Narvik. Das Pech klebt den Swiss-Ski-Youngsters an den Skiern.
Der Fluch hält an, weil ganz am Ende die schon nach dem ersten Lauf führende Anna Trocker in einer eigenen Liga fährt und hochüberlegen Gold gewinnt. Die Italienerin siegt mit 2,29 Sekunden Vorsprung auf die Österreicherin Leonie Raich sowie 3,78 Sekunden auf die Finnin Aada Kanto. Fournier weist ihrerseits einen Rückstand von 4,20 Sekunden auf. Da es im Rennfinish aber zahlreiche Ausfälle gab, auch von Top-Fahrerinnen, durfte die 18-Jährige aus Nendaz bis ganz am Schluss auf eine Medaille hoffen.
Schon im ersten Lauf waren bloss 62 von 100 gestarteten Athletinnen ins Ziel gekommen. Auch Elyssa Kuster hatte es da bereits erwischt. Zweitbeste Schweizerin im Slalom wird Shaienne Zehnder als Neunte, dies nachdem sie im zweiten Durchgang starke 15 Plätze gutgemacht hat. Anna Flatscher hingegen verliert zwei Positionen und klassiert sich am Ende auf Rang 19.
Das letzte WM-Rennen steht an
Den Abschluss der Junioren-WM in Narvik bildet am Sonntag der Männer-Slalom. Ob Giuliano Fux und Co. den Schweizer Fluch rechtzeitig noch besiegen können? Dass die Schweizer auch aufs Treppchen steigen können, haben Sandro Manser als Zweiter im Super-G sowie Fux und Dania Allenbach, Sue Piller sowie Jack Spencer mit Bronze im Mixed-Team-Parallel-Wettbewerb schon bewiesen. Warum also jetzt nicht noch ein letzter Coup?