Darum gehts
- Giuliano Fux verpasst bei der Junioren-WM im Riesenslalom knapp die Medaille
- Im zweiten Lauf verbessert sich Fux um 17 Plätze auf Rang vier
- Auf Bronze fehlen ihm nur vier Hundertstel, Norweger feiern Doppelsieg
Nach dem zweiten Lauf sieht die Schweizer Bilanz im Männer-Riesenslalom der Junioren-WM plötzlich viel freundlicher aus, als es am Mittag noch zu erwarten war. Vor allem Giuliano Fux (20) sorgt in Narvik mit einer spektakulären Aufholjagd noch für Hochspannung.
Der erste Durchgang verläuft aus Schweizer Sicht nämlich alles andere als ideal. Als bester Swiss-Ski-Athlet klassiert sich Fux mit seiner hohen Startnummer 39 auf Rang 21. Dahinter folgen Aurelio Wyrsch (23.) und Jack Spencer (29.). Die drei weiteren Schweizer – Hannart, Clarke und Stucky – bringen ihre Läufe zwar ebenfalls ins Ziel, bleiben aber ausserhalb der Top 30.
Damit ist klar: Die Hoffnung liegt auf dem zweiten Lauf. Und dort nutzen die Schweizer ihre Chance kaltblütig.
Die Schweizer Aufholjagd am Nachmittag eröffnet Jack Spencer. Der Berner zeigt eine solide Fahrt und verbessert sich vom 29. auf den 22. Rang. Noch eindrücklicher gelingt die Steigerung Aurelio Wyrsch. Der St. Galler findet den Rhythmus nahezu perfekt, fährt aggressiv und macht gleich 16 Plätze gut. Am Ende landet er auf Position sechs.
Bei Fux wirds plötzlich ganz heiss
Für den ganz grossen Aufreger sorgt jedoch Giuliano Fux. Der Walliser aus St. Niklaus greift voll an und zeigt eine richtig schnelle Fahrt. Im Ziel leuchtet die Bestzeit auf. Kein Fahrer ist im zweiten Durchgang schneller als er.
Plötzlich kommt dadurch sogar noch die Hoffnung auf eine Medaille. Als nur noch drei Fahrer oben stehen, führt Fux noch immer.
Das Podest bleibt ihm schlussendlich aber hauchdünn verwehrt. Ausgerechnet die schnellsten drei vom Vormittag bringen ihren Vorsprung ins Ziel. So wird Fux am Ende starker Vierter, nachdem er sich im zweiten Lauf um 17 Plätze nach vorne arbeitet.
Auf Bronze fehlen ihm lediglich vier Hundertstel. Für die Schweiz ist es bereits der fünfte vierte Platz an dieser Junioren-WM. Es ist wie ein Fluch. Schon am Donnerstag verpasst Shaienne Zehnder im Riesenslalom eine Medaille um nur neun Hundertstel.
Norwegische Nachwuchsarbeit zahlt sich aus
Ganz vorne feiern die Norweger einen Doppelsieg. Der 21-jährige Rasmus Bakkevig gewinnt vor seinem erst 18-jährigen Landsmann Jarand Husby Haugen, der nach dem ersten Lauf noch in Führung liegt. Bronze geht an den Spanier Aleix Aubert Serracanta.
Für den Exoten, welcher auf die Skimarke von Marcel Hirscher setzt, hat sich die harte Arbeit im Sommertraining offensichtlich ausbezahlt. Nachdem der 20-Jährige im Dezember in Alta Badia auf der ausserordentlich schwierigen «Gran Risa» sein Talent gezeigt hat (24. Schlussrang), bestätigt er diese Leistung spätestens jetzt mit seiner ersten Medaille an einer Juniorenweltmeisterschaft.
Die Junioren-WM in Narvik geht nun in ihre Schlussphase. Am Samstag steht der Slalom der Frauen auf dem Programm, am Sonntag folgt der Männer-Slalom. Blick berichtet auch dann wieder direkt aus Norwegen.
Die 45. alpinen Junioren-Weltmeisterschaften finden vom 5. bis 15. März in Narvik (No) statt. Bei den Wettkämpfen startberechtigt sind Nachwuchsfahrer der Jahrgänge 2005 bis 2009. Von Swiss-Ski sind neun Frauen und sieben Männer vor Ort.
Der norwegische Skiort trägt die alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2029 aus und war bereits 2020 Gastgeber der Junioren-WM. Damals mussten die Titelkämpfe jedoch wegen der Corona-Pandemie vorzeitig abgebrochen werden. Die Hafenstadt mit rund 14'000 Einwohner liegt nördlich des Polarkreises und ist direkt am Meer.
Die 45. alpinen Junioren-Weltmeisterschaften finden vom 5. bis 15. März in Narvik (No) statt. Bei den Wettkämpfen startberechtigt sind Nachwuchsfahrer der Jahrgänge 2005 bis 2009. Von Swiss-Ski sind neun Frauen und sieben Männer vor Ort.
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