«Nicht mehr daheim angerufen»
ÖSV-Star über Schattenseiten des Vaterseins

Manuel Feller teilt immer wieder Einblicke in sein Leben abseits des Sports. In einem Podcast spricht der Ski-Star nun darüber, wie es ist, ständig von seiner Familie getrennt zu sein.
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Manuel Feller bewegt sich zwischen zwei Welten.
Foto: Anadolu via Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Manuel Feller spricht offen über mentale Probleme und Familientrennungen
  • Trennungsschmerz erinnert ihn an seine Zeit im Internat als Kind
  • Deswegen hat er es teilweise vermieden, daheim anzurufen, wenn er unterwegs ist
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Ramona BieriRedaktorin Sport

Anfang Juli macht Manuel Feller (33) öffentlich, dass er wegen mentaler Probleme professionelle Hilfe in Anspruch genommen hat. «Allein hätte ich das nicht in den Griff bekommen», ist er sich sicher. Denn die Probleme haben sich über Jahre aufgebaut. Ihren Ursprung haben sie in Fellers Kindheit. «Ich bin mit zehn Jahren ins Internat gekommen, habe mein Leben lang alles mit mir selbst ausgemacht», erklärt der österreichische Ski-Star.

Nun lässt er im Podcast «Papa Mia!?» erneut tief blicken. Und erzählt, wie das Leben zwischen Skizirkus und Familienalltag ist. Er und seine Frau Selina haben im Frühjahr 2025 geheiratet und sind Eltern von Lio (6) und Laila (5). Vor allem während der Saison ist er immer wieder längere Zeit von seiner Familie getrennt.

Nicht nur die Abschiede fallen sehr schwer. «Richtig weh» tue es, wenn die Kinder am Telefon weinen, weil der Papa nicht zu Hause ist, sagt Feller. Der Schmerz war teilweise so gross, dass er sich lieber nicht mehr daheim gemeldet hat. «Ich habe dann teilweise gar nicht angerufen.» Geholfen hat das nur kurzfristig. Langfristig sei das die falsche Lösung gewesen. Denn so habe er sich von seiner Frau und den Kindern distanziert.

«Erfolge sind im Vergleich nichts wert»

Der Schmerz der Trennung erinnert Feller an die eigene Kindheit. Er ging aufs Internat – weil er das wollte, wie er betont – und habe auch geweint, als er damals mit seinen Eltern telefonierte, so der Kitzbühel-Sieger. Weinen nun seine Kinder am Telefon, löst das bei ihm einen ähnlichen Schmerz aus.

Dabei sei das Vatersein etwas vom Schönsten. «Wenn du nach Hause kommst, und dein Kind läuft auf dich zu und umarmt dich oder weint, wenn du weggehst, sind das schon Momente, wo ich sage, da sind Erfolge im Vergleich nichts wert», meint Feller. Und weil er eben viel unterwegs ist, geniesst Feller die Zeit mit seiner Familie umso mehr.

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