Darum gehts
- Moa Boström Müssener beendet mit 25 Jahren ihre Ski-Karriere
- Der Schwedin fehlt die Motivation, um weiterzumachen
- Sie schlägt ein neues Kapitel auf und beginnt ein Studium
«Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen», schreibt Moa Boström Müssener auf Instagram. Und teilt mit, dass sie sich entschieden hat, mit 25 Jahren einen Schlussstrich unter ihre Ski-Karriere zu ziehen.
«Ich spüre, dass mir das letzte Prozent fehlt», erklärt Boström Müssener ihren Entscheid gegenüber skidor.com. Denn sie möchte die Beste der Welt sein. Dafür brauche es aber jahrelange, harte Arbeit. «Leider fehlt mir die Motivation.»
Ihr Talent hat sie schon in jungen Jahren angedeutet. An den Junioren-Weltmeisterschaften gewann sie 2021 Silber und 2022 Bronze im Slalom. Sie galt als grosse schwedische Ski-Hoffnung. Auch Blick nahm sie deswegen 2023 in eine Auswahl an jungen Fahrerinnen, die Star-Potenzial haben.
«Das Beste sind all die Freunde»
Ausschöpfen konnte Boström Müssener dieses nur auf Europacup-Ebene. In der Saison 2022/23 gewann sie die Slalom-Wertung. Insgesamt bestritt sie 113 Rennen und fuhr achtmal aufs Podest (zwei Siege). Auch im Weltcup stand sie 34-mal am Start. Dort hatte sie mit einer hohen Ausfallquote zu kämpfen, die sie nicht in den Griff bekam. 14-mal schied sie aus, 16-mal verpasste sie die Qualifikation für den zweiten Lauf. Neben einem 4. Platz im Team-Parallelrennen ist so ein 17. Rang im Slalom ihr Bestresultat.
Auch wenn ihre Karriere nun früher endet als gedacht, ist Boström Müssener dankbar für diese Zeit, in der sie so viel Unterstützung erfahren durfte. «Das Beste am Skifahren sind all die Freunde, die ich gefunden habe», blickt sie zurück. Sie weiss auch schon, wie das neue Kapitel aussieht, das sie nun aufschlägt. Sie beginnt ein Studium an der Wirtschaftshochschule in Stockholm (Sd).