Darum gehts
- Jörg Roten ist Marc Gisins Nachfolger als Rennchef bei Stöckli
- Der Jobwechsel wurde durch Erfahrungen mit Kristoffersen und Ski-Technik beeinflusst
- Roten begann direkt nach dem Weltcupfinale und lobt Teamgeist
Vor eineinhalb Monaten hätte kaum jemand mit diesem Schritt gerechnet. Bis vor kurzem stand Jörg «Yoyo» Roten noch als Trainer an der Seite von Slalom-Ass Wendy Holdener (32), nun ist er bereits seit mehreren Wochen mittendrin in seiner neuen Aufgabe als Rennchef beim Schweizer Skihersteller Stöckli – und damit auf der Seite von Odermatt.
Doch warum wagte der 51-Jährige diesen Jobwechsel eigentlich? Die Antwort auf diese Frage liefert Roten im Rahmen einer Pressekonferenz am Hauptsitz seines neuen Arbeitgebers – und sie ist eng mit seiner langjährigen Faszination für den Skisport verknüpft.
Obwohl er seinen Job als Trainer mochte, möchte er nun «eine andere Seite dieses Sports ebenfalls noch intensiver kennenlernen», sagt er Blick.
Rotens Jobwechsel hängt auch mit Henrik Kristoffersen zusammen
Geprägt wurde dieser Entscheid unter anderem auch durch seine Zeit als Coach von Odermatt-Rivale Henrik Kristoffersen (31). Als dessen Wechsel auf Marcel Hirschers Skimarke Van Deer im Sommer 2022 für Diskussionen sorgte, war Roten als Trainer des Norwegers mittendrin.
Die Frage, «ob Leistung am Fahrer oder am Ski liegt», wurde für ihn alltäglich. «Das hat den Blickwinkel geöffnet», erklärt Roten. Eine Erfahrung, die nun direkt in seine neue Rolle einfliesst.
Stöckli-Einstieg erfolgte für «Yoyo» direkt nach dem Weltcupfinale
Von diesem grossen Erfahrungsschatz konnte der Walliser beim Luzerner Skihersteller bereits Gebrauch machen. Rotens erste Wochen im neuen Umfeld verliefen nämlich intensiv. Nach dem Weltcupfinale in Lillehammer (No) war er bereits bei den Skitests im benachbarten Trysil vor Ort.
Sein Eindruck davon ist durchwegs positiv: «Man merkt, dass hier ein guter Spirit herrscht.» Vieles sei ohnehin schon vertraut. Denn: «Die Skifamilie ist ja klein», sagt Roten.
Gisins Zukunft ist noch offen
Eine zentrale Rolle beim Einstieg spielt zudem auch sein Vorgänger Marc Gisin. Der 37-Jährige unterstützt Roten noch bis Mitte Juni und sorgt damit für einen fliessenden Übergang. «Marc macht das hervorragend», sagt Roten. «Ich bin sehr glücklich, dass er noch da ist und ich von seinem Wissen profitieren kann.»
Und Gisin selbst? Der Engelberger hatte seinen Rücktritt mit dem Wunsch nach einer neuen Herausforderung begründet. Konkrete Pläne für seine Zukunft sind bislang aber noch keine bekannt.