Beat Feuz über eine mögliche Trainerkarriere
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«Sag niemals nie»:Beat Feuz über eine mögliche Trainerkarriere

Feuz sucht seinen Nachfolger
Besuch im Nachwuchs-Camp für Speed-Talente in Bivio

In Bivio GR standen die Skilifte eigentlich bereits still. Doch für Beat Feuz und 18 Schweizer Ski-Talente kehrte der Winter mit aller Wucht zurück. Der Berner trainiert in seinem eigenen Speed-Camp den Nachwuchs und sucht dabei vielleicht seinen eigenen Nachfolger.
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Als hätte er nie etwas anderes gemacht: Beat Feuz trainiert seit neuestem Ski-Talente.
Foto: Sven Thomann

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • In Bivio GR startete am Sonntag das erste «Beat Feuz Speedcamp»
  • 18 Nachwuchstalente trainieren mit Feuz, Viletta und Weber Speeddisziplinen
  • Die Teilnehmer sind 14 bis 17 Jahre alt und möchten in Feuz' Fussstapfen treten
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Der Himmel über Bivio GR ist grau, es schneit quer und der Schnee ist schwer. Bedingungen, bei denen so mancher Skifahrer lieber im Trockenen bleiben würde. Doch genau unter diesen Voraussetzungen startete am Sonntag das erste «Beat Feuz Speedcamp». Extra dafür wurden die Skilifte im Bündner Bergdorf auch nach Saisonschluss nochmals angeschaltet.

Das Ziel des dreitägigen Trainingslagers: 18 grosse Schweizer Nachwuchstalente (zwischen 14 und 17 Jahre alt), welche genau wie Feuz auf Head unterwegs sind, sollen ein Gefühl für die «langen Latten» bekommen, dass sie dereinst in die grossen Fussstapfen des Abfahrts-Grossmeisters treten können.

Unterstützt werden sie dabei nicht nur vom «Kugelblitz» höchstpersönlich. Auch Kombinations-Olympiasieger Sandro Viletta (40) und Ex-Abfahrer Ralph Weber (32) stehen am Pistenrand. Drei Routiniers, die wissen, was Tempo bedeutet.

Das hochkarätige Trainer-Trio im Schneetreiben von Bivio: (v. l. n. r.) Ralph Weber, Beat Feuz und Sandro Viletta.
Foto: Sven Thomann

Zurückhaltung weicht schnell der Begeisterung

Verständlich, dass die Nachwuchstalente zu Beginn ihres ersten Trainings mit den drei Ex-Weltcup-Piloten noch zurückhaltend sind. Mit jeder Fahrt taut die Gruppe jedoch mehr und mehr auf. Aus Zurückhaltung wird Vertrauen und echte Begeisterung. «Nach zwei, drei Fahrten haben sie unten gesagt: Es macht Spass», erzählt Feuz.

Genau das sei das Ziel, denn «es geht hier nicht primär darum, wie schnell sie heute sind», erklärt Feuz. «Sie müssen lernen, dass man die Kurven im Super-G und in der Abfahrt nicht einfach zumacht wie in den technischen Disziplinen. Dafür müssen sie ein Feingefühl entwickeln und auch lernen, dass die tiefste Hocke nicht immer die beste ist.»

Neben der Piste werden die Jugendlichen wie Profis behandelt

Das ist keine leichte Aufgabe. Die langen Super-G-Latten erfordern nämlich einen völlig anderen Fahrstil als die kürzeren Riesenslalom- und Slalom-Ski, welche die Jugendlichen gewohnt sind.

Deshalb wird auch nach mehreren Stunden trotz durchnässter Handschuhe noch konsequent weitergearbeitet. Umfang statt Perfektion lautet die Devise. Fahrt reiht sich an Fahrt. Dazu kommen Starttrainings und erste Versuche über Sprünge. Was für Feuz kleine «Hüpfer» sind, sind für die Talente die ersten Flüge bei hohen Geschwindigkeiten. 

Auch abseits der Piste ist das Programm für die jungen Skifahrer klar strukturiert. Nach der Einheit auf Ski folgt ein Konditionstraining unter der Leitung von Feuz’ langjährigem Physiotherapeuten René van Engelen. Einer der besten seines Fachs. Und auch wie man einen richtig schnellen Ski präpariert, lernen die Jugendlichen.

Feuz ist «noch kein strenger Trainer»

Beat Feuz selbst wirkt bei den Einheiten sichtlich wohl in seiner neuen Rolle als Trainer. Man könnte meinen, der 39-Jährige macht es schon seit Jahren. Er ist locker im Umgang. «Am ersten Tag bin ich sicher noch kein strenger Trainer», sagt er mit Augenzwinkern.

Trotzdem ist er sich der Fähigkeiten dieser Athleten bewusst. «Zwei haben kürzlich gerade eines der grössten Rennen ihrer Stufe gewonnen. Man sieht, dass das Potenzial definitiv da ist», sagt er.

Ob daraus einmal der nächste Weltcup-Star wird, mit dem der gebürtige Schangnauer aus der Kommentatorenkabine mitfiebert, kann man nur hoffen. Doch sicher ist: Die Richtung stimmt. Dafür haben Feuz, Viletta und Weber spätestens jetzt gesorgt.

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