«Ich war der Eisbrecher»
Welches Puzzlestück Cuche zu Rasts Silber beigetragen hat

Camille Rast holt Olympia-Silber und schreibt weiter an ihrer Erfolgsgeschichte. Doch hinter ihrem Höhenflug steckt auch Didier Cuche, der ihr 2023 bei einem entscheidenden Wechsel half.
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Weltmeisterin, Weltcupsiegerin und jetzt auch Olympia-Silbermedaillengewinnerin. Camille Rast ist nicht zu stoppen. Innert zweieinhalb Saisons hat sie einen rasanten Aufstieg hingelegt. Was kaum einer weiss: Didier Cuche (51) hat auch einen beträchtlichen Anteil an ihrem Höhenflug. «Vielleicht war ich ein Puzzlestück», sagt der sechsfache Kristallkugelgewinner bescheiden. Doch da steckt mehr dahinter.

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Camille Rast nach ihrem Silber-Rennen in Cortina: Die Walliserin wird am Abend im House of Switzerland gefeiert.
Foto: keystone-sda.ch

Als Kind schaute Rast zu Cuche hinauf, fieberte am TV mit. Und sie traf ihn im Rahmen des Ovo Grand-Prix, machte Selfies. Cuches genialen Leistungen waren eine Inspiration.

Ganz konkret beeinflusste Cuche ihre Karriere viele Jahre später, nach der Saison 2022/23. Warum? Rast war verzweifelt. Das Salomon-Setup passte überhaupt nicht zu ihren Fähigkeiten. Sie musste das Material wechseln, wollte nach nur einem Jahr zurück zu Head. Aber sie getraute sich kaum, zu fragen. «Dabei bin ich überhaupt kein nachtragender Mensch», sagt Head-Rennchef Rainer Salzgeber.

Cuche kam ins Spiel. Der fünffache Hahnenkamm-Abfahrtssieger war jahrelang von Rasts Athletik-Trainer Florian Lorimier getrimmt worden. Und er fuhr seine riesigen Erfolge auch auf Head ein. «Wir haben alle gemeinsam Znacht gegessen, und danach habe ich Rainer angerufen. Weil Camille ein paar Hemmungen hatte. Ich war also so etwas wie der Eisbrecher für ihre Rückkehr», erzählt Cuche.

Salzgeber: «Das hat Camille stärker gemacht»

Es dauerte nicht lange und Rast war wieder bei ihrem alten Ausrüster. Ihre Erfolgsstory begann. Salzgeber: «Camille hatte viel gelernt. Auch wenn es sportlich bei Salomon nicht lief, hat sie diese Erfahrung stärker gemacht. Und natürlich bin ich sehr beeindruckt, wie sie sich bei uns entwickelt hat.» Tatsächlich hat Rast mit Simon Vicenzi einen jungen, aber genialen Servicemann an der Seite. «Ich bin mega zufrieden mit ihm. Er ist ein Perfektionist – so wie ich», sagt Rast.

Und wie hat Cuche die Silberfahrt Rasts erlebt? «Besonders beeindruckt haben mich die ersten acht Tore im zweiten Lauf. Es waren schwierige Schwünge. Wie bei der WM, als Camille Gold holte, attackierte sie voll. Das zeugt von enormem Willen und guten Nerven. Ich bin sehr beeindruckt. Und rückblickend natürlich froh, dass ich ihr damals helfen konnte.»

Übrigens: Cuche gewann 1998 in Nagano (Jap) seine einzige Olympia-Medaille. Silber im Super-G. Rast hat nun auch eine Silbermedaille, mit 26 Jahren aber noch ein oder zwei Olympische Winterspiele vor sich. «Hoffentlich kann ich noch mehr holen», sagt sie. Sicher ist: Cuche wird ihr auch dann die Daumen drücken.

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