Darum gehts
- Kanada gewinnt Olympia-Viertelfinal gegen Tschechien trotz Regelverstoss mit 4:3
- Tschechiens drittes Tor fiel, obwohl sechs Spieler auf dem Eis waren
- Ironischerweise wittert tschechischer Coach Kanada-Bevorzugung
In Kanada wäre wohl ein Notstand ausgerufen worden, hätte sich das Eishockey-Nationalteam schon im Viertelfinal von Olympia verabschieden müssen. Doch was wäre los gewesen, wenn man dann gemerkt hätte, dass ein Gegentor – das vermutlich entscheidende – durch einen klaren Regelverstoss zustande gekommen ist?
Der grosse Favorit auf die Goldmedaille liegt am Mittwochnachmittag rund acht Minuten vor Schluss gegen die Tschechen mit 2:3 hinten. Doch der dritte tschechische Treffer hätte eigentlich gar nicht zählen dürfen: Der Weltmeister von 2024 steht bei der Puck-Eroberung vor dem Tor von Ondrej Palat mit sechs Feldspielern auf dem Eis.
«Einfach irre»
Ein Regelverstoss, den keiner bemerkt – nicht einmal die Spieler und Staff-Mitglieder reklamieren. Eine Strafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis, gibt es folglich nicht. Weil Nick Suzuki (26) dreieinhalb Minuten vor Schluss ausgleicht und Mitchell Marner (28) in der Verlängerung Kanada in den Olympia-Halbfinal schiesst, bleibt die Szene für die Ahornblätter ohne Folgen.
Nach dem Spiel darauf angesprochen, lächelt Kanadas Headcoach Jon Cooper (58) die Aktion weg und läuft kommentarlos davon. Der ehemalige deutsche Eishockey-Profi Patrick Ehelechner (41), der für Eurosport als Experte tätig ist, ist fassungslos, dass der Treffer der Tschechen bestehen blieb: «Das habe ich, solange ich Eishockey schaue, noch nie erlebt. Einfach irre.»
Tschechien-Coach wittert Kanada-Bevorzugung
In den nordamerikanischen Zeitungen und Portalen wird der Vorfall heiss diskutiert. «Heute können wir alle darüber lachen, aber es wäre eine sehr düstere Stimmung gewesen», schreibt etwa das Portal Yahoo. Dabei greift es auch Aussagen des tschechischen Headcoaches Radim Rulik auf, der sich ironischerweise darüber aufregt, dass Kanada bevorteilt worden sei.
«Ich habe das Gefühl, dass jeder Angst hat, gegen Kanada zu pfeifen», sagt der 60-Jährige. «Wir haben im Grunde genommen gegen sechs Spieler gespielt. Ich möchte keine Ausreden suchen, und niemand muss mir zustimmen, aber das Video bestätigt meine Aussage. In dieser Hinsicht ist es kein faires Turnier.»
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