Darum gehts
- Christian Constantin plant Helikopterflüge für Ski-Stars nach Sion zu Trauerfeier
- Marco Odermatt und Loïc Meillard sind dann in Wengen
- Lenz Hächler freut sich zwar nicht über das Wetter, sieht es jedoch als Chance
Ski-Stars während des Trainings für den Abfahrtsklassiker in Wengen per Helikopter nach Sion zu fliegen – es ist ein Plan, wie man ihn fast nur von Sion-Boss Christian Constantin hört.
Zuoberst auf der Wunschliste bei dieser CC-Aktion ist Marco Odermatt. Am Donnerstagabend erzählt der Ski-Überflieger gegenüber Blick, dass er von diesem verrückten Plan gehört hat.
«Haben dann anderes zu tun»
So traurig die Umstände für diese Anfrage jedoch auch sein mögen, der Nidwaldner stellt im Anschluss umgehend klar, dass dieser Ausflug für ihn nicht infrage kommt. «Wir sind dann in Wengen und haben anderes zu tun. Wir müssen uns auf uns konzentrieren», sagt der 28-Jährige, der am Donnerstag sein Mitgefühl gegenüber den betroffenen Familien aussprach.
Auch Loïc Meillard (29) hat vom verrückten Plan Wind bekommen, aber auch der Walliser sagt Constantin ab: «Ich weiss zwar nicht viel darüber, aber wegen der Vorbereitungen auf die Rennen in Wengen werde ich nicht dort sein.»
«Renntausch kann man den Fans nicht wieder antun»
In Adelboden zumindest können sich die Fahrer nicht nur auf sich konzentrieren. Die Pläne von Wettergott Petrus spielen am Chuenisbärgli auch in diesem Jahr eine zentrale Rolle. Am Donnerstagnachmittag hat es in Adelboden auf über 1300 Metern über dem Meer geregnet. Swiss-Ski-Cheftrainer Tom Stauffer war sich Anfang Woche dennoch sicher: «Eine Programmänderung würde momentan überhaupt keinen Sinn machen.»
Aus Sicht von Adelboden-Seriensieger Odermatt ist das auch am Donnerstag noch so. Zwei Tage vor dem grossen Rennen sagt er zu den Medien: «Ich habe mir dazu auch Gedanken gemacht, aber ich glaube, einen Renntausch kann man den Fans nicht schon wieder antun. Im letzten Jahr war es zwar sicher der richtige Entscheid, aber in diesem Jahr sieht es am Sonntag ja auch nicht viel besser aus als am Samstag.»
Meillard, der im letzten Jahr bei Schneefall und bedecktem Himmel im Slalom am Samstag das Ziel nicht erreichte und am Sonntag darauf bei königsblauem Himmel neben Marco Odermatt Zweiter wurde, sagt: «Das Wetter wird es sicher schwieriger machen.» Weiter führt er aus: «Kontrollieren kann ich es ja sowieso nicht, darum verbrauche ich dafür auch keine Energie.»
Hächler sieht Prognose als Chance
Der Zuger Lenz Hächler (22) sieht den misslichen Wetterbericht für den Riesenslalom am Samstag gar als Chance. Auch wenn er sich nicht gerade über die Prognosen freut, sagt er zu Blick: «Ich kann bei schlechtem Wetter gut fahren. Das versuche ich dann am Samstag sicher auch umzusetzen.»
Ob ihm das gelingt, bleibt offen. Sicher ist jedoch: Schon in seiner Juniorenzeit war Hächler bei Schneefall und dichtem Nebel regelmässig zuoberst auf dem Podest anzutreffen.