So kam es zum Drama in Crans-Montana
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Feuer-Hölle in Bar:So kam es zum Drama in Crans-Montana

Der FC Sion geht seit 1990 nach Crans-Montana ins Trainingscamp
Sion-Boss Constantin plant emotionale Hommage an Opfer

Christian Constantin geht das Drama von Crans-Montana als Sohn der Region unglaublich nahe. Zumal das Sommer-Trainingslager des FC Sion seit 1990 dort stattfindet. Entsprechend emotional wird das Spiel gegen Winterthur sein.
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Christian Constantin kennt sich als Fussball-Präsident gut mit Pyrotechnik aus.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Christian Constantin tief betroffen von der Silvester-Tragödie in Crans-Montana
  • Die Walliser gehen seit 1990 nach Crans-Montana ins Sommer-Trainingscamp
  • FC Sion plant emotionale Hommage mit Kranz, Ennio-Morricone-Musik und Skistars
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Alain KunzReporter Fussball

Christian Constantin stammt aus Ayent, das praktisch die Nachbargemeinde von Crans-Montana ist. Logisch, dass er dort viel Business macht. Umso näher geht ihm die Tragödie in der Silvesternacht. «Ich bin in meinem Hotelzimmer in Zermatt am Donnerstagmorgen aufgewacht und habe mir die Neujahrswünsche von einem meiner Mitarbeiter angesehen, der von einer Tragödie sprach. Verstanden habe ich es erst, als ich sah, was ihr von Blick geschrieben habt.»

Seine Reaktion? «Natürlich totale Fassungslosigkeit. So etwas kann man sich gar nicht ausmalen. Klar, es gab da 1970 das Diskotheken-Drama in der Region Isère, als 146 Menschen im selben Alter umkamen. Aber das war in Frankreich und einigermassen weit entfernt. Aber hier, vor der Haustüre?»

Sion geht seit 1990 nach Montana ins Trainingscamp

Und Crans-Montana ist ja für den FC Sion auch ein Stück weit Heimat. «Seit 1990 gehen wir nach Montana ins Sommer-Trainingscamp. Und immer ins gleiche Hotel, das Prairie.»

Nachvollziehen kann CC nicht, wie es zu dieser Feuerhölle kommen konnte. Aus verschiedenen Gründen. «Ich habe durch meinen Job bei Gebäudeabnahmen viele Mitarbeiter der Gemeinde kennengelernt. Das sind alles enorm verantwortungsvolle und präzis arbeitende Leute. Umso weniger verstehe ich, wie es möglich war, die Brandschutzkontrollen derart zu vernachlässigen. Dass die letzte vor sechs Jahren stattfand, ist unfassbar. Denn es ist immer möglich, dass in einem Gebäude kleine Umbauten oder Renovationen vorgenommen werden.» Da sei ein riesiges Mea Culpa nötig seitens der involvierten Personen.

CC vermisst den gesunden Menschenverstand

Es gibt weitere Dinge, die CC nicht nachvollziehen kann. «Beim Thema Pyrotechnik werden wir im Fussball immer sehr hellhörig. Pyros sind im Freien verboten. Wir werden jedes Mal gebüsst, wenn sie von unseren Fans abgebrannt werden. Und dann zündet man ähnliche Dinger im Innern. Wahnsinn! Und die Erwachsenen lassen das zu. Wo waren die, um diesem Treiben Einhalt zu gebieten?» Eine rhetorische Frage.

Und noch ein Punkt führt bei CC zu Unverständnis. «Ich vermisse den gesunden Menschenverstand. Doch wie können die Jungen den haben, wenn er ihnen von den Eltern nicht vermittelt wird? Dann passiert es halt, dass man das Handy zückt, als die Decke bereits brennt. Dass sie Gefahren nicht als solche erkennen. Es ist kein Zufall, dass es in den Bergen immer mehr Unfälle und Tote gibt. Die Menschen werden Risiken gegenüber immer achtloser.»

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Die emotionale Hommage vor dem Winterthur-Spiel

Schon am Montag werden die Spieler des FC Sion nach der Rückkehr aus ihrem Trainingscamp in Tunesien einen Kranz vor der Bar Le Constellation niederlegen. Noch viel emotionaler wird es am 14. Januar werden, wenn der FC Sion mit dem im Dezember wegen Grippefällen bei den Zürchern verschobenen Spiel gegen Winterthur die Rückrunde lanciert.

CC schildert die in Absprache mit der Liga und dem FCW geplante Hommage an die Opfer: «Sie wird drei, vier Minuten dauern. Der Vater von einem der weiblichen Todesopfer, das bei mir gearbeitet hat, wird zusammen mit der Mutter eines oder einer Verletzten einen Kranz niederlegen. Dazu wird Musik von Ennio Morricone laufen und es werden die Namen aller Toten auf dem Stadionbildschirm eingeblendet.»

Skistars sollen den Eltern der Opfer Kraft geben

Begleitet werden sollen die Eltern der Opfer von prominenten Sportlern aus den Bergen. «Sie sollen den Eltern Kraft für die dunklen Stunden geben. Ich habe Camille Rast angefragt, die aus dem nahen Vétroz stammt. Leider kann sie wegen ihres Weltcupkalenders nicht kommen.» Deshalb will CC in einer typischen CC-Aktion zwei Cracks, die für das Lauberhorn trainieren, einfliegen lassen.

«Ich hole sie mit dem Helikopter in Wengen am Vorabend ab und fliege sie entweder nach der Zeremonie zurück oder am anderen Morgen früh. Theoretisch können sie sich nach dem Frühstück gleich im Hotel fürs Training bereit machen. Dann fliege ich sie an den Start des Lauberhorn-Rennens.» CC denkt dabei natürlich an einen Walliser wie Justin Murisier. Und an dessen besten Kumpel. Wir wissen, welchen Superstar er meint.

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Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
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19
16
40
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
19
16
37
3
FC Lugano
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19
5
33
4
FC Basel
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19
8
32
5
BSC Young Boys
BSC Young Boys
19
0
29
6
FC Sion
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18
4
27
7
FC Zürich
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19
-7
24
8
FC Luzern
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19
0
21
9
FC Lausanne-Sport
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18
0
21
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-6
20
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Grasshopper Club Zürich
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FC Winterthur
18
-27
10
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