Ski-Star Dominik Paris rockt Bühne mit Metal-Band
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In Odermatts Heimat:Ski-Star Dominik Paris rockt Bühne mit Metal-Band

«Das macht dich nervös»
Ski-Superstar begeistert Odermatt-Fans

Während seine Skikollegen im Gletschereis schwitzen, steht Dominik Paris auf der Bühne. An der Teffli-Rally in Ennetmoos NW verwandelt sich der Abfahrtsstar in den Frontmann von Rise of Voltage – und gerät dabei mehr ins Schwitzen als bei mancher Abfahrt.
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Dominik Paris begeistert Fans auch abseits der Ski-Rennstrecke.
Foto: PHILIPP SCHMIDLI | Fotografie

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Dominik Paris tritt in Marco Odermatts Heimat bei der Teffli-Rally auf
  • 10'000 Zuschauer erleben den Ski-Star als Metal-Sänger mit seiner Band
  • Eineinhalb Stunden Konzert fordern ihn mehr als Abfahrtsrennen wie in Wengen
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Benjamin GwerderRedaktor Sport

Während einige Skicracks zurzeit auf den Gletschern von Zermatt und Saas-Fee VS trainieren, steht Speed-Ass Dominik Paris am Samstag im Backstage der Teffli-Rally in Ennetmoos NW, er wärmt gerade seine Stimmbänder auf.

Mit seiner Metal-Band Rise of Voltage tritt er beim Kult-Event, der Motorradsport mit Musik verbindet, in der Heimat von Marco Odermatt (28) als Sänger vor Tausenden Leuten auf.

Paris bleibt auch während seines Auftritts der Skistar

Kaum ertönen die ersten Riffs, ist von seinem Dasein als Sport-Profi nichts mehr zu sehen. Paris trägt ein Shirt der legendären Metal-Band Lamb of God und bewegt sich vor dem Publikum wie ein Rockstar.

Und trotzdem bleibt er der Skistar. Vor und nach dem Auftritt eilen die Leute zu ihm hin, um ein Selfie zu ergattern. Zudem ist das Zelt, in dem er mit der Band auftritt nicht zuletzt brechend voll, weil viele wissen wollen, wie sich der berühmte Abfahrer auf der Bühne schlägt.

Dass der Mann, der sonst in Bormio und Co. mit unvergleichbarer Coolness um den Sieg fährt, plötzlich ins Mikrofon brüllt, lässt die wenigsten der insgesamt 33'000 Teffli-Rally-Besucher kalt.

Vor und nach seinem Auftritt wird Dominik Paris ständig nach Selfies gefragt.
Foto: PHILIPP SCHMIDLI | Fotografie

Doch es gibt ein paar, die nach wenigen Songs wieder in die Kaffeestube wechseln, um einem Ländler-Trio zuzuhören.

Nervöser als am Start eines Rennens

Paris lässt sich von all dem jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Ganze eineinhalb Stunden lang beansprucht er seine Stimmbänder.

Körperlich eine ganz andere Belastung als bei den Abfahrtsklassikern in Kitzbühel (Ö) und Wengen BE. Doch trotzdem: Nicht diese Rennen, sondern ein solcher Auftritt bringt Paris mehr an seine Grenzen. «Das Konzert bringt mich ganz klar mehr aus der Komfortzone», gibt er offen zu.

Die «Teffly-Rally» in Ennetmoos NW ist mittlerweile Kult. In diesem Jahr waren rund 33'000 Leute vor Ort.
Foto: PHILIPP SCHMIDLI | Fotografie

Der Grund: «Auf der Bühne hast du den direkten Kontakt zu den Menschen. Das macht dich nervös», sagt Paris. Man könne sich nirgends verstecken, und wenn die Zuschauer nicht zufrieden sind, merke man das sofort.

Beim Skifahren hingegen kennt der 20-fache Abfahrtssieger die Abläufe blind. Das hat er sein Leben lang trainiert und verinnerlicht. Zudem weiss man sowieso nicht, was der Gegner macht. «Du kennst nur deine eigene Zeit», erklärt er.

Auf der Bühne tickt die Uhr anders

Einen Trost hat die Bühne gegenüber der Rennpiste aber doch. Während bei einem Skirennen von Beginn weg jede Hundertstelsekunde zählt, hat man bei einem Auftritt «glücklicherweise etwas mehr Zeit, um hineinzukommen», sagt Paris. 

Dementsprechend anders sieht auch das Aufwärmprogramm des Südtirolers aus. Statt Beineschwingen kann der leidenschaftliche Metal-Sänger ohne Zeitdruck seine Zunge lockern und die Stimmbänder mit spezifischen Übungen auf Betriebstemperatur bringen.

Ausgerechnet im Land von Odermatt und von Allmen

Dass Paris mit Rise of Voltage ausgerechnet in Marco Odermatts Heimatkanton Nidwalden haltmacht, ist Zufall. «Ich bin nicht da, um Marco auszuspionieren. Lange wusste ich nicht einmal, dass er überhaupt aus der Nähe kommt», sagt Paris.

Die Anfrage kam, weil die Band vor drei Jahren schon einmal in der Region spielte. Damals in einem kleinen Lokal in Giswil OW. Unter den rund 100 Zuschauern war auch ein Mitglied des OK der Teffli-Rally. Dieses sprach Paris noch am selben Abend an – und die Band zeigte sich offen.

Odermatt blieb der Auftritt seines Freundes und Konkurrenten trotz der Nähe zu seinem Zuhause verwehrt. Der Gesamtweltcupsieger der letzten fünf Jahre trainiert zurzeit auf dem Gletscher in Zermatt.

Marco Odermatt kann beim Konzert von Paris nicht dabei sein. Stattdessen feiert sein Vater Walti (mit grüner Cap) vor Ort mit.
Foto: PHILIPP SCHMIDLI | Fotografie

Ähnlich ging es tags zuvor auch Franjo von Allmen (25), als Paris am Mannried Open Air in Zweisimmen BE nur wenige Kilometer entfernt von der Heimat des dreifachen Olympiasiegers spielte.

Paris dürfte das allerdings nicht stressen. In wenigen Tagen wird auch er das Schneetraining wieder aufnehmen. Der 37-Jährige weiss mittlerweile ganz genau, wie viele Konzerte es zwischen Weltcupfinale und Trainingsauftakt verträgt. Schon zum 18. Mal bereitet er sich auf eine Saison im Ski-Weltcup vor.

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