Darum gehts
- Manuel Feller kommt in dieser Saison bisher nicht auf Touren
- Nach dem letzten Rennen deutet er Probleme an – auf und neben der Piste
- Womit genau er zu kämpfen hat, lässt der Österreicher allerdings offen
Vorletzte Saison hat Manuel Feller (33) im Slalom alle überragt. Als schlechtestes Resultat stand dreimal ein fünfter Platz zu Buche, der Österreicher gewann die kleine Kristallkugel. Vom Glanz jenes Winters ist inzwischen nicht mehr viel übrig. Im Gegenteil.
Schon vergangene Saison erreichte Feller in fünf Slaloms das Ziel nicht. Und erlebte an der Heim-WM mit dem Verpassen der Medaillenränge «die grösste Niederlage meiner Karriere». Im Sommer verriet er, dass der Grund für die schlechten Ergebnisse in einem verkorksten Experiment liegt. Er trug inzwischen verbotene Carbonschienen, die ihn im Training schneller machten. Nur umsetzen konnte Feller das in den Rennen nicht.
Aber auch in diesem Winter kommt der Österreicher in seiner Paradedisziplin nicht so recht auf Touren. In Alta Badia (It) fährt er am Montag auf Rang 11 – sein Bestresultat. Daneben stehen ein weiterer 11. Platz sowie Platz 27 und ein Ausfall zu Buche.
Feller offenbart Probleme
Als Feller zum ORF-Interview erscheint, kann er mit seiner Körpersprache und der Mimik nicht verbergen, dass er mit seinem letzten Rennen des Jahres nicht zufrieden ist. Und lässt dann mit seiner Aussage aufhorchen. «Es ist einfach ein bisschen schwierig im Moment», sagt er. Und fügt an: «Auf und abseits der Piste für mich.»
Liegt im Privaten etwas im Argen? Erst im Frühjahr hat Feller seine langjährige Partnerin geheiratet. Oder macht ihm der Rücken, der ihn immer wieder plagt, Probleme? Eine Antwort liefert Feller auf Nachfrage von ORF-Mann Rainer Pariasek nicht. «Das geht eigentlich keinen etwas an. Alles nicht so einfach momentan», sagt er lediglich. Die anstehende Pause brauche er jetzt dringend – für den Kopf, den Körper und alles zusammen. «Ich hoffe, dass 2026 ein paar nette Sachen für mich hat.»
Darauf hofft das ganze Slalom-Team. Während es im Super-G und im Riesenslalom schon Siege für Österreich gab, wartet man im Stangenwald noch auf den ersten Podestplatz. In Alta Badia hat sich zuletzt erstmals in diesem Winter nicht einmal ein Österreicher in den Top 10 klassiert.