Moser gewinnt schon wieder gegen Staudenmann
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Im Nachdrücken:Moser gewinnt schon wieder gegen Staudenmann

Sägemehl-Knall in Bern
Schwing-Supertalent trennt sich überraschend von König Glarner

Kurz vor dem Saisonstart erschüttert ein regelrechter Sägemehl-Knall die Schwing-Szene. Supertalent Michael Moser hat einen überraschenden Schlussstrich gezogen.
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Michael Moser gewann in der vergangenen Saison drei Kranzfeste.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Michael Moser trennt sich von Coach Matthias Glarner nach Top-Saison
  • Moser wechselt ins Team von Ex-SCB-Physio Michel Olivari
  • Dieser betreut ihn nicht nur im Krafttraum, sondern auch im Sägemehl
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Nicola AbtReporter Sport

Auf den ersten Blick haben sie wenig gemeinsam – doch seit kurzem verbindet Werner Schlegel (23) und Michael Moser (20) derselbe mutige Entscheid. Sowohl der Toggenburger als auch der Berner Spitzenschwinger haben sich nach ihrer bisher stärksten Saison von ihrem Athletikcoach getrennt.

Schlegel beendete die Zusammenarbeit mit Robin Städler bereits 2024 und trainiert seither beim Rotor-Team in Liechtenstein. Nun zieht auch Moser einen überraschenden Schlussstrich. 

In Magglingen begann die Zusammenarbeit

Das Supertalent aus dem Emmental verlässt die Trainingsgruppe von Schwingerkönig Matthias Glarner (40). Und das, obwohl er in der vergangenen Saison das Berner Kantonale, das Nordostschweizer und das Oberaargauische Schwingfest gewonnen hat.

Am ESAF erhielt der Landwirt deshalb die Ehre, im ersten Gang gegen König Joel Wicki antreten zu dürfen. Mit Rang drei sicherte er sich ohne Probleme seinen ersten Eidgenössischen Kranz. Moser zählt inzwischen zu den fünf stärksten Schwingern des Landes.

Umso überraschender kommt die Trennung von Glarner – nach nur einem Jahr. Die Zusammenarbeit entstand in Magglingen BE. Dort absolvierte Moser im vergangenen Winter unter der Leitung des Schwingerkönigs von 2016 seine Spitzensport-Rekrutenschule.

Entscheid aus logistischen Gründen

Die beiden gehen friedlich auseinander, wie Moser gleich mehrfach betont. «Wir verstehen uns weiterhin super», erklärt er. «Ich durfte von Glarner brutal viel lernen. Und das mache ich noch immer.» Bei den jährlichen WK-Einheiten in Magglingen ist der Berner Oberländer als Verantwortlicher vor Ort. Ausserhalb des Militärs gehen sie nun aber getrennte Wege. 

Moser stählt seinen Körper neuerdings im Campus der SCL Tigers in Langnau BE. Er tut das gemeinsam mit seinem Emmentaler Teamkollegen Fabian Stucki unter der Leitung von Gian Adank. Dieser unterstützte Glarner als Athletiktrainer während Mosers Spitzensport-RS. «Sie haben die gleiche Trainingsphilosophie. Deshalb passt das perfekt.» 

Für den Wechsel zu Adank entschied sich Moser neben dessen fachlicher Kompetenz auch aus logistischen Gründen. In diesem Winter absolviert er den ersten Teil der Betriebsleiterschule. «Deshalb muss ich meine Zeit noch besser einteilen», erklärt Moser.

Da kommt dem gelernten Landwirt der deutlich kürzere Anfahrtsweg nach Langnau gegenüber Bern und Interlaken entgegen. König Glarner wollte sich auf Blick-Anfrage nicht zur Trennung äussern. 

Starker Auftritt im Oberaargau

Dass Moser körperlich und technisch bereits wieder auf einem extrem hohen Niveau ist, demonstrierte er am Samstagabend in Langenthal BE. Gleich zweimal bodigte er den Brünig-Sieger Adrian Walther (24). Auch die beiden Eidgenossen Matthieu (24) und Etienne (22) Burger waren chancenlos. «Ich bin selber überrascht, wie gut es lief», erklärte der Festsieger im Anschluss. 

Ein erstes Mal so richtig ernst gilt es für ihn Anfang Mai am Emmentalischen Schwingfest. Das Saisonhighlight folgt dann vier Monate später mit dem Kilchberger. Spätestens dann wird sich zeigen, ob sich der Wechsel für Moser gelohnt hat. Bei Schlegel ging der Plan auf. Schliesslich kämpfte sich der gelernte Zimmermann beim ESAF bis in den Schlussgang vor.

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