Darum gehts
- Es gibt weitere positive Nachrichten zum verletzten Schwinger Alexander Würmli
- Auf den Tribünen des Berchtoldschwingets wurde zudem über eine neue Schwing-Regel diskutiert
- Obwohl sie «ab sofort» kommen sollte, bleibt in Zürich alles beim Alten.
Aus sportlicher Sicht dürfte der Berchtoldschwinget nicht lange in Erinnerung bleiben. Marcel Räbsamen (25) triumphiert dank einem Gestellten im Schlussgang. Für die grossen Schlagzeilen sorgte ein Schockmoment.
Der erst 15-jährige Alexander Würmli blieb nach einer Nackenverletzung über 30 Minuten im Sägemehl liegen. Inzwischen gibt es weitere positive Nachrichten: Er durfte das Spital verlassen, ein MRI soll bald weitere Klarheit bringen.
Auf den Tribünen sorgte aber noch etwas anderes für Diskussionen. Verantwortlich dafür waren – einmal mehr – die Kampfrichter. Nicht, weil sie unzählige Fehler begangen hätten, viel mehr fragten sich die Leute, wo die Tablet-Helfer blieben. Denn die Mitteilung des Schwingerverbandes an Heiligabend war eindeutig.
Vergebliche Suche nach Personal
Am 24. Dezember vermeldete er, dass «ab sofort» Tablet-Helfer die Kampfrichter unterstützen sollen. Man war deshalb gespannt, wie sich die Neuerung am Berchtoldschwinget präsentieren würde. Zur Überraschung vieler Zuschauer sassen aber mehrheitlich wie zuvor zwei Kampfrichter am Platzrand.
Verpassten die Tablet-Helfer ihren Einsatz? Nein. Die Änderung wurde schlicht zu kurzfristig kommuniziert. Wie die Organisatoren gegenüber Blick erklärten, habe man wie alle anderen an Heiligabend von der Neuerung erfahren – und sei davon selbst überrascht worden. Innerhalb einer Woche liessen sich keine drei Personen finden, die diesen Job übernehmen wollten und konnten.
Ein neuer Anstrich
Ärger vom Verband droht den Veranstaltern deshalb aber nicht. Man ging davon aus, dass die Zeit nicht reichen würde. Zur Premiere der Tablet-Helfer dürfte es am 7. Februar beim Lichtmess-Schwinget kommen. Vorerst blieb also alles wie gehabt.
Wobei, eine kleine Neuerung gab es beim traditionell ersten Schwingfest des Jahres. Die Saalsporthalle strahlte in einer anderen Farbe. Aus Grün wurde Blau.