Darum gehts
- Am 2. Januar wird die Schwing-Saison mit dem Berchtoldschwinget lanciert
- Alle Augen sind auf Topfavorit Nick Alpiger gerichtet – zuletzt enttäuschte der Eidgenosse
- Mit Marcel Räbsamen stellt sich ihm der Aufsteiger der letzten Saison in den Weg.
Der erste Auftritt von Armon Orlik (30) als Schwingerkönig hallt nach. Nicht, weil der Bündner das Niklausschwinget auf souveräne Art und Weise für sich entschied. Viel mehr zu reden gab die Leistung seines vermeintlich ärgsten Widersachers Nick Alpiger (29).
Dieser verlor neben Orlik auch überraschend gegen den Normalkranzer Christian Lanter (27). Weil er sich auch noch einen Gestellten leistete, verpasste Alpiger die Auszeichnung. Gewisse Schwing-Beobachter sprachen im Nachgang von einem «Debakel». Sein Auftritt war auf jeden Fall rätselhaft.
Harte Konkurrenz für Alpiger
Schliesslich standen nur zwei Eidgenossen am Start und die Schere zwischen Spitzen- und Breitensport wird im Schwingen von Jahr zu Jahr grösser. Da Alpiger am Vortrag Geburtstag hatte, wurde vermutet, er habe zu lange gefeiert. Das dementierte jedoch sein Umfeld gegenüber Blick.
Der Ausrutscher am Niklausschwinget ist schnell erklärt, befindet sich Alpiger schliesslich wie alle Schwinger mitten in der Saisonvorbereitung. Vor dem Berchtoldschwinget am Freitag (Blick tickert live vor Ort) stellt sich deshalb die Frage: In welcher Verfassung präsentiert sich Alpiger im neuen Jahr?
Ein lockerer Aufgalopp ins 2026 wird der Auftritt in der Saalsporthalle für Titelverteidiger Alpiger sicher nicht. Ihm in den Weg stellt sich der grösste Aufsteiger des vergangenen Jahres: Marcel Räbsamen (25). Der St. Gallen sicherte sich elf Kränze darunter auch jener am ESAF. Zudem triumphierte er auf der Schwägalp.
Wird ESAF-Sensation zum Favoriten-Schreck?
Die beiden Schwergewichte trafen bereits im Vorjahr am Berchtoldschwinget aufeinander. Da entschied Alpiger das Duell für sich. Zu einer Revanche kommt es aber vorerst nicht. Im ersten Gang trifft Alpiger auf Eidgenosse Martin Roth (35). Räbsamen misst sich mit dem Südwestschweizer Hugo Schläfli (23). Am Donnerstagnachmittag hat sich kurzfristig auch noch Eidgenosse Fabian Kindlimann angemeldet. Sein Gegner ist noch nicht bekannt.
Gespannt sein darf man auf die Leistung von Sales Tschudi (16). Der Glarner qualifizierte sich sensationell für das ESAF vor seiner Haustüre in Mollis. Weil niemand damit rechnete, war Tschudi als Täfelibueb eingeplant. Letztlich stand er dann selbst im Sägemehl. Ob er die Favoriten ärgern kann?