Nach SRF-Absage
König Wenger muss mehr Kante zeigen

Über den SRF-Entscheid gegen Schwingerkönig Kilian Wenger haben viele den Kopf geschüttelt. Dabei ist der Entscheid gegen den Berner und für die beiden Innerschweizer durchaus nachvollziehbar.
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Kilian Wenger scheiterte beim SRF-Casting für die zwei Experten-Jobs im Schwingen.
Foto: Sven Thomann

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Kilian Wenger erhielt vom SRF eine Absage für den Job als TV-Experte
  • Statt des Berner Königs erhielten Pirmin Reichmuth und Christian Schuler den Zuschlag
  • Wenger muss in Zukunft mutiger sein – dann winkt ihm bald eine zweite Chance
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Nicola AbtReporter Sport

In der Causa Kilian Wenger (35) und SRF drängt sich die Frage aller Fragen auf: Woran hat es gelegen? Der Schwingerkönig erhielt im Kampf um den Expertenthron eine Absage. Und das, obwohl er seinen Konkurrenten in puncto TV-Erfahrung und Popularität überlegen war.

Also: Woran hat es gelegen? Fehlende Fachkompetenz lässt sich ausschliessen. Wenger bringt Erfahrung, Glaubwürdigkeit und ein grosses Standing in der Schwing-Szene mit. Mit einem König am Mikrofon macht man grundsätzlich nichts falsch – das zeigen auch die Reaktionen der Blick-Leser.

Unvorteilhafte Konstellation

Doch im Fernsehen reicht es nicht, einfach gut anzukommen. Entscheidend ist, wer Situationen schnell erkennt und seine Gedanken klar formuliert. Inklusive einer Prise Unterhaltung.

Mit Pirmin Reichmuth (30) und Christian Schuler (38) wurden zwei Kandidaten berücksichtigt, die in diesen Bereichen einen Tick stärker sind als Wenger. Gegen ihn sprach auch der Fakt, dass das SRF bereits zwei Berner Schwingerkönige unter Vertrag hat. 

Zweite SRF-Chance im Herbst

Was auf den ersten Blick wie eine Enttäuschung wirkt, ist für Wenger auch eine Chance. Als Experten-Lehrling machte er in seinem ersten Jahr bei Swiss1 einen soliden Job. Nun erlaubt ihm die SRF-Absage weitere Einsätze etwas abseits des grellen Scheinwerferlichts. Dabei sollte Wenger sein Profil weiter schärfen. 

Der Berner Oberländer darf noch etwas mehr Kante zeigen. Ein Experte soll nicht nur erklären, er muss auch bewerten. Wenger muss den Mut haben, Dinge klar anzusprechen, auch wenn sie unangenehm sind. Kritik gehört dazu und macht eine Analyse erst wirklich interessant. 

Ein «Schnuri» wie Christian Stucki (41) wird Wenger zwar nie, aber er kann dem Publikum auf seine ruhige Art trotzdem einen Mehrwert bieten. Gepaart mit etwas mehr Spontanität und einem besseren Redefluss, wird sich die Zusatzschlaufe beim Privatsender lohnen. Im Herbst ist er dann endgültig bereit für die Aufgabe SRF. Adrian Käser (54) tritt nach dieser Saison ab. Dann wäre wieder ein Platz frei für einen Berner König. 

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