Schurtenberger jubelt nach gestelltem Schlussgang
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Zu früh gefreut:Schurtenberger jubelt nach gestelltem Schlussgang

Kuriose Schlussgang-Szene
Schurtenberger erklärt seinen bizarren Jubel

Sven Schurtenberger enttäuschte im Schlussgang des Luzerner Kantonalen. Nicht nur seine Leistung, sondern auch sein Verhalten nach Gang-Ende warf Fragen auf.
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Sven Schurtenberger (l.) und Michael Gwerder zeigten im Schlussgang am Luzerner Kantonalen einen enttäuschenden Kampf.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Sven Schurtenberger verpasst den Festsieg am Luzerner Kantonalen
  • Sein passives Verhalten im Schlussgang warf viele Fragen auf
  • Er erklärt zudem seinen bizarren Jubel nach Gangende
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Nicola AbtReporter Sport

Die Ausgangslage vor dem Schlussgang am Luzerner Kantonalen war eigentlich glasklar. Ein Gestellter mit der Note neun würde Sven Schurtenberger (34) zum Festsieger machen. Gemeinsam mit drei weiteren Schwingern zwar, doch das dürfte dem Einheimischen ziemlich egal gewesen sein.

Damit Schurtenberger die höhere Note erhielt, musste der 150-Kilo-Koloss im Schlussgang zwingend etwas unternehmen. Sonst wäre der Festsieg futsch. Aufgrund dieser Ausgangslage sorgte Schurtenbergers Auftritt für grosses Unverständnis.

Schlussgang wirft Fragen auf

Der Eidgenosse agierte überraschend passiv, suchte kaum die Offensive. Auch sein Gegenüber Michael Gwerder (25) konnte ihn nie ernsthaft in Bedrängnis bringen. Von der Note neun war Schurtenberger damit meilenweit entfernt. Was er ziemlich sicher auch selbst gespürt haben dürfte – oder doch nicht?

Denn nachdem der Kampfrichter den Gang beendet hatte, ballte Schurtenberger die Faust. So wie er es nach seinen Siegen immer tut. Hatte er sich im Vorfeld verrechnet? Oder dachte der Luzerner tatsächlich, dass seine Leistung für die höhere Note reichen würde? In der Arena und vor den Bildschirmen sorgte die Geste jedenfalls für viele fragende Gesichter.

Blick erwischt Schurtenberger am Tag danach am Telefon. Der Eidgenosse steht bereits wieder in der Arena und hilft bei den Aufräumarbeiten. Auf seinen bizarren Jubel angesprochen, meint er: «Ich hatte die kleine Hoffnung, dass sie mir die Note neun schreiben. Gefreut habe ich mich dann für meine zwei Klubkollegen. Von mir kam schlicht zu wenig. Da bin ich selber schuld.»

Eine verpasste Chance

Weil Schurtenberger und Gwerder stellten, teilten sich Benno Heinzer, Jonas Amrhyn und Roman Wandeler den Festsieg. Es bleibt aber die Frage, weshalb von den zwei Schlussgängern nicht mehr kam. «Ich wollte zuerst abwarten. Doch von Michi kam überraschend wenig. Im Kampf selber konnte ich dann nicht mehr umstellen.»

Auf Nachfrage, was genau das Problem gewesen ist, meint Schurtenberger: «Ich war im Kopf wie blockiert. Das nervt mich.» Obwohl der Einheimische den Festsieg verpasste, demonstrierte er einmal mehr, dass er für die Innerschweizer nach wie vor eine tragende Säule ist.

Im ersten Gang stellte er gegen den Topfavoriten Samuel Giger, ohne jemals ernsthaft in Bedrängnis zu geraten. «Ich fühlte mich wohl.» Später erledigte er dann seine Pflichtaufgaben allesamt souverän. «Alles in allem darf ich zufrieden sein.» Und trotzdem bleibt ein gewisser Frust. Denn nach den Rücktritten von König Joel Wicki und Brünig-Sieger Pirmin Reichmuth waren seine Siegeschancen so hoch wie nie in den letzten Jahren.

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