Darum gehts
- Patrick Gobeli verletzt sich im WK – droht monatelanger Ausfall
- Bizepssehne gerissen, Schulteroperation erfolgreich, drei Monate Heilungszeit erwartet
- Gobeli verpasst Berner Kantonales, Rückkehr frühestens am Brünig-Schwinget möglich
Kurz vor dem Start der Kranzfestsaison erreicht das Berner Team eine Hiobsbotschaft. Eidgenosse Patrick Gobeli (28) wird monatelang ausfallen – im schlimmsten Fall ist die Saison für ihn gelaufen.
Der Oberländer verletzte sich im WK in Magglingen BE bei einem Zweikampf im Sägemehl. Wie er Blick verrät, wurde dabei die Bizepssehne lädiert. Die Schulteroperation hat der 42-fache Kranzgewinner bereits erfolgreich hinter sich gebracht.
Doch der Weg zurück wird lang: «Sechs Wochen darf ich die Schulter nicht belasten. Bis alles verheilt ist, dürfte es drei Monate dauern», sagt Gobeli. Damit verpasst er sein persönliches Saisonhighlight.
Rückkehr beim Bergklassiker?
Anfang Juli findet das Berner Kantonale im Wankdorf statt. Als YB-Fan freute er sich ganz besonders auf den Auftritt im Fussballstadion. «Das zu verpassen, ist richtig bitter. Aber ich muss meinem Körper nun die nötige Ruhe geben.»
Läuft alles optimal, könnte Gobeli auf dem Brünig Ende Juli zurückkehren. Dann würden ihm mit dem Bern-Jurassischen und der Schwägalp noch zwei weitere Schwingfeste bleiben, um sich für das Kilchberger (5. September) zu qualifizieren.
Dort wollen sich die Berner für das ESAF in Mollis GL revanchieren. Im Glarnerland hatten die Nordostschweizer um Schwingerkönig Armon Orlik (30) ihnen eine empfindliche Niederlage zugefügt. Dieser Stachel sitzt bei Staudenmann und Co. noch immer tief.
Beim Versuch, zurückzuschlagen, könnten sie Gobeli auf jeden Fall gut gebrauchen. Er gilt nach wie vor als sehr schwer bezwingbar. Andere Spitzenschwinger sind bereits am 1,78 Meter grossen Kraftpaket verzweifelt. Bevor er jedoch seine Gegner wieder ärgern kann, muss er sich zuerst auf seine Reha konzentrieren.