«Ich hoffte, sie würden meinen Enkel mitnehmen»
Schwinglegende Schläfli leidet wegen Kilchberger-Out

Hugo Schläfli scheitert knapp an der Qualifikation für den Kilchberger Schwinget. Sein bekannter Grossvater beurteilt diese Entscheidung mit bemerkenswerter Objektivität.
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Ernest Schläfli bejubelte am Schwarzsee den ersten Bergkranz seines Enkels Hugo.
Foto: Nicola Abt

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Hugo Schläfli verpasst Kilchberger Schwinget trotz vier Kränzen
  • Sein Grossvater ist enttäuscht, kann den Entscheid aber verstehen
  • Ernest Schläfli bleibt dennoch optimistisch für Hugos Zukunft
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Nicola AbtReporter Sport

Christian Kolly musste nach der Schwägalp noch eine Nacht darüber schlafen, bevor er seine Entscheidung traf. Erst am Montagmorgen legte sich der technische Leiter der Südwestschweizer Schwinger fest. Romain Collaud, Lario Kramer, Johann Borcard sowie die Brüder Laurent und Paul Tornare dürfen beim Saisonhöhepunkt, dem Kilchberger, dabei sein.

Hugo Schläfli (23) geht leer aus. Der Enkel der Schwinglegende Ernest Schläfli (80) gewann in dieser Saison vier Kränze, darunter den begehrten Bergkranz am Schwarzsee. Damit hatte er den Tornare-Brüdern etwas voraus. Trotzdem reicht es nur für einen Ersatzplatz – bitter. 

Mit ihm leidet sein Grossvater. «Ihm fehlte etwas das Glück. Es ist sehr schade», sagt Schläfli. Der Unspunnen-Sieger hätte seinen Enkel nur zu gerne am Kilchberger gesehen. Trotzdem sucht die Schwinglegende die Schuld nicht bei den Verantwortlichen. «Die Selektion ist korrekt. Ich hoffte, dass sie Hugo mitnehmen würden. Aber ich verstehe den Entscheid.»

Mehrere Chancen verpasst

Schläfli weiss auch, wo sein Enkel das Ticket verspielt hat. Am Südwestschweizer Teilverbandsfest fehlte Hugo gerade einmal ein Viertelpunkt zum Kranz. Im letzten Gang hätte er dafür mit der Maximalnote gewinnen müssen. Auch auf der Schwägalp bot sich ihm nochmals die Möglichkeit, weitere Argumente zu sammeln. «Er hat diese Chancen leider nicht gepackt. Sonst wäre er jetzt dabei.»

Woran sein Enkel in Zukunft arbeiten sollte, glaubt sein Grossvater zu wissen. «Hugo muss noch mehr angreifen.» Dann stellt der siebenfache Schwarzsee-Sieger klar: «Ich schaue das neutral an und mache keinen Unterschied, ob er mein Enkel ist oder nicht.»

Wie der Grossvater, so der Enkel?

Die Selektion der Tornare-Brüder stellt Schläfli nicht infrage. «Sie schwingen gut und haben sich das verdient.» 

Für seinen Enkel hat Schläfli abschliessend eine aufmunternde Botschaft. «In seinem Alter war ich auch noch nicht am Kilchberger. Ich durfte später noch gehen.» Deshalb ist er überzeugt: «Das wird auch Hugo schaffen, wenn er hart weiterarbeitet.»

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