Geklaute Minute im fünften Gang?
Zeit-Zoff auf der Schwägalp – SRF nimmt Stellung

Am Sonntag sorgte ein vermeintlicher Zeitdiebstahl auf der Schwägalp für Empörung. Nun wird klar, wo der Fehler lag.
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Michael Moser (l.) und Armon Orlik stellten im fünften Gang auf der Schwägalp.
Foto: Sven Thomann

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Fans empörten sich am Sonntag über angeblich geklaute Minute auf der Schwägalp
  • SRF nutzte falsche Zeit-Information, korrigierte Anzeige nach Orlik-Moser-Duell
  • Kampfrichterchef erklärt, dass erst am Wettkampftag darüber entschieden wurde
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Nicola AbtReporter Sport

Vor den TV-Bildschirmen dürften sich einige Schwing-Fans am Sonntag gewaltig genervt haben. Es schien, als sei König Armon Orlik (31) und Supertalent Michael Moser (21) auf der Schwägalp knapp eine Minute geklaut worden. Im fünften Gang kämpften die beiden um den Einzug in den Schlussgang.

Als die SRF-Uhr noch mehr als 50 Sekunden anzeigte, beendete der Kampfrichter das Duell. Das Wort «Skandal» leuchtete daraufhin reihenweise auf dem Handy des Blick-Reporters auf. Die Orlik- und Moser-Fans waren empört – zu Unrecht, wie sich herausstellte.

Zeit-Entscheid fiel erst am Wettkampftag

Den Kampfrichter trifft nämlich keine Schuld. Der TV-Sender erklärt das Zeit-Wirrwarr am Tag danach so: «SRF wurde vom Organisationskomitee im Vorfeld informiert, dass die Gänge 5 und 6 jeweils sieben Minuten dauern und der Schlussgang 14 Minuten. Entsprechend wurde die TV-Uhr konfiguriert.»

Am Wettkampftag war dann einiges anders. Kampfrichterchef Peter Ackermann erklärt, dass er mit dem Einteilungschef vereinbart habe, erst im Verlauf des Tages zu entscheiden, ob die Gangdauer erhöht wird. Sollte es dazu kommen, würde der Speaker die Änderung in der Arena verkünden.

Schnelle Anpassung nach Orlik-Gang

Die Verantwortlichen entscheiden sich dagegen. Eine Durchsage blieb deshalb aus und für die Kampfrichter galt weiterhin die Gangdauer von sechs Minuten. SRF arbeitete zu diesem Zeitpunkt jedoch noch mit der Information, die der Sender vor dem Fest vom OK erhalten hatte.

Erst nach dem Duell zwischen Orlik und Moser wurde die Anzeige wieder auf sechs Minuten angepasst. Den beiden Spitzenschwingern wurde also keine Minute geklaut. Und selbst wenn: Es deutete wenig darauf hin, dass dies noch etwas verändert hätte.

Während der sechs Minuten schaffte es keiner der beiden, den Gegner in Bedrängnis zu bringen. Im Schlussgang standen sich schliesslich Fabian Staudenmann und Lars Zaugg gegenüber. Erstgenannter triumphierte einmal mehr. 

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