«Entscheid schwer nachvollziehbar»
Selektion für Kilchberger Schwinget sorgt für Zoff-Gefahr

Beim exklusiven Kilchberger Schwinget gehts schon bei der Nomination für die wenigen Startplätze heiss zu und her. Bei den Innerschweizern gibts bereits Zoff. Auch die restlichen Selektionen versprechen Brisanz.
Kommentieren
1/6
Am 5. September gehts auf dem Stockengut in Kilchberg um die Wurst.
Foto: Sven Thomann

In gut drei Wochen steigt mit dem Kilchberger Schwinget der Höhepunkt der diesjährigen Schwing-Saison. Nur die besten 60 Schwinger des Landes erhalten ein Ticket für den prestigeträchtigen Anlass, der nur alle sechs Jahre stattfindet.

Entsprechend hart ist der Kampf um die letzten Startplätze. Während der Innerschweizer Schwingerverband (ISV) sein Aufgebot bereits bekannt gegeben hat, stehen die Entscheide in den anderen Teilverbänden unmittelbar bevor. Spätestens am 17. August steht definitiv fest, welche 60 Schwinger um einen der prestigeträchtigsten Titel kämpfen dürfen. Dann wird als Letzter auch der Bernisch Kantonale Schwingerverband sein Aufgebot bekannt geben.

Ein Überblick über Favoriten, Wackelkandidaten – und wo die grösste Zoffgefahr lauert.

Innerschweizer Schwingerverband (16 Plätze)

Der ISV hat seine Selektion abgeschlossen. Die sieben Eidgenossen Joel Ambühl, Silvan Appert, Marcel Bieri, Lukas Bissig, Michael Gwerder, Sven Lang und Marc Lustenberger sind gesetzt. Dazu kommen neun Teilverbandskranzer, darunter Jonas Amrhyn, Martin Schönbächler und Christian Zemp.

Besonders bitter: Marco Fankhauser schaffte den Sprung trotz erfolgreicher Reha nicht ins Aufgebot und zeigte sich über die Nichtselektion auf Instagram schwer enttäuscht: «Der Entscheid ist für uns nur schwer nachvollziehbar.»

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.

Mit Sven Schurtenberger, Marco Reichmuth (verletzt) und Jonas Burch (Formtief) fehlen zudem gleich drei Eidgenossen im Kader. Auch Benno Heinzer (Sieger Luzerner Kantonales) und Elias Lüscher zählen zu den prominenten Härtefällen. Dass der Entscheid so umstritten ist, überrascht kaum: Für die 15 verbleibenden Plätze kamen um die 22 Schwinger mit mindestens vier Saisonkränzen infrage.

Bernisch Kantonaler Schwingerverband (15 Plätze)

Die Berner verfügen über das wohl stärkste Kontingent. Fabian Staudenmann gilt als Topfavorit auf den Kilchberger Sieg, auch Adrian Walther und Michael Moser sind gesetzt. Ebenfalls mit einer Teilnahme rechnen dürfen Michael Ledermann, Matthieu Burger, Bernhard Kämpf, Dominik Gasser, Lars Zaugg, Etienne Burger, Christian Gerber und Matthias Aeschbacher. Der Emmentaler wird sich bis dann von seinem Muskelfaserriss erholt haben. 

Um die restlichen Plätze wird es ein enges Rennen zwischen weiteren Eidgenossen wie Severin Schwander, Patrick Gobeli und Patrick Schenk sowie starken Teilverbands- und Bergkranzern wie Silvan Trittibach, Adrian und David Scheuner, David Lüthi, Remo Rutsch und Leandro Nägeli geben. Verletzungsbedingt fehlen werden Curdin Orlik und Daniel Tschumi.

Nordostschweizer Schwingerverband (14 Plätze + 2 Plätze vom Schwingklub Zürich)

Mit Titelverteidiger Damian Ott, Werner Schlegel und Armon Orlik stehen drei grosse Namen an der Spitze des NOSV-Kontingents. Weitere NOSV-Schwinger am Kilchberger dürften Domenic Schneider, Martin Roth, Janos Bachmann, Mario Schneider, Andy Signer, This Kolb, Andrin Habegger, Christian Biäsch und Marco Good sein.

Die grösste Unsicherheit betrifft Samuel Giger. Der Thurgauer laboriert seit Mai an einer Schulterverletzung und musste zuletzt sogar für das Schwägalp-Schwinget absagen. Dennoch gilt er weiterhin als sehr wahrscheinlicher Kilchberg-Kandidat. Definitiv fehlen werden dagegen Samir Leuppi sowie die verletzten Marcel Räbsamen und Jeremy Vollenweider. Zittern um die Teilnahme muss der Glarner Eidgenosse Roger Rychen. 

Der NOSV verfügt offiziell über 14 Startplätze, erhält aber zusätzlich die beiden Kontingentsplätze des Schwingklubs Zürich.

Nordwestschweizer Schwingerverband (8 Plätze)

Nick Alpiger führt das Feld an, daneben sind Sinisha Lüscher und Marius Frank klare Leistungsträger. Das Aufgebot komplettieren dürften Namen wie Joel Strebel, Lars Voggensperger und Andreas Döbeli, der nach langer Verletzungspause auf dem Weissenstein einen Kranz gewann.

Zittern muss Adrian Odermatt. Der Eidgenosse konnte bisher nicht restlos überzeugen. Gesetzt gewesen wären wohl Tim Roth und Lukas Döbeli. Doch die beiden Eidgenossen mussten ihre Saison verletzungsbedingt abbrechen. 

Südwestschweizer Schwingerverband (5 Plätze)

Das kleinste Kontingent sorgt für den engsten Kampf. Lario Kramer und Romain Collaud sind gesetzt, auch Laurent Tornare hat sich mit starken Saisonleistungen empfohlen. Für die beiden verbleibenden Plätze sind Hugo Schläfli und Paul Tornare in Poleposition. Eidgenosse Sven Hofer wird nach seinem verletzungsbedingten Rücktritt nicht dabei sein. Genauso wie Steven Moser, der nicht rechtzeitig fit wird. 

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen