Lüscher verpasst Schlussgang nach umstrittenem Urteil
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Pfiffe und Buhrufe:Lüscher verpasst Schlussgang nach umstrittenem Urteil

«Er hat die Nerven verloren»
Kampfrichter-Boss mit Klartext zum Fall Lüscher

Sinisha Lüscher war beim Aargauer Kantonalen in einen heiklen Entscheid verwickelt. Kampfrichter-Boss Peter Ackermann hat dazu eine klare Meinung.
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In diesem Moment schien der Einzug in den Schlussgang Tatsache zu sein. Doch das Resultat von Sinisha Lüscher (oben) gegen Kaj Hügli zählte nicht.
Foto: Philipp Kresnik/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Sinisha Lüscher verpasst Schlussgang beim Aargauer Kantonalen wegen Fehlentscheid
  • Kampfrichter-Boss Peter Ackermann äussert sich klar zur umstrittenen Szene
  • Aufgrund dieses Fehlers zog Nick Alpiger in den Schlussgang ein und gewann schliesslich
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Nicola AbtReporter Sport

Es ist die am meisten diskutierte Szene des diesjährigen Aargauer Kantonalen. Im Kampf um den Schlussgang bodigte Sinisha Lüscher (20) seinen Gegner Kaj Hügli. Doch der Jubel seiner Fans verstummte gleich wieder. Kurz zuvor hatte der Kampfrichter den Gang mit einem «Halt» unterbrochen, da sich die beiden nahe am Platzrand befanden. Zu Recht? 

Die Antwort des Kampfrichter-Bosses fällt deutlich aus. «Das war ein Fehler», sagt Peter Ackermann gegenüber Blick. Er stellt klar, dass die Voraussetzungen für einen Unterbruch nicht erfüllt gewesen seien. «Der Kampfrichter hat die Nerven verloren. Keiner der beiden Schwinger hat den Platz komplett verlassen, wie es das Regulativ verlangt.»

Lüscher ist extrem enttäuscht

Weshalb der Unparteiische den Kampf trotzdem unterbrochen hat, glaubt Ackermann zu wissen. «Er tat dies wegen der möglichen Unfallgefahr. Das ist immer eine Ansichtssache.» Für Lüscher wiegt diese Entscheidung schwer. Damit wurde ihm die Chance auf seinen dritten Kranzfestsieg in dieser Saison genommen. 

Die Enttäuschung darüber wollte er nach dem Wettkampf dann auch gar nicht erst verstecken. «Es ist extrem bitter. Im ersten Moment war es für mich einfach nur Scheisse.» Im gleichen Atemzug zeigte er aber Verständnis für die Entscheidung des Kampfrichters. «Er wollte, dass Kaj in Sicherheit ist und nicht neben das Sägemehl fällt.» 

Ob dieser ohne Unterbruch dann auch wirklich auf dem Rücken gelandet wäre, lässt sich nicht klären. Den Hügli gab später zu Protokoll, dass er das «Halt» des Kampfrichters gehört habe und danach die Spannung nachliess. 

Starke Geste des Kampfrichters

Der grosse Profiteur des Kampfrichterfehlers war ohne Zweifel Nick Alpiger. Obwohl alle – wohl auch er selbst – seine Schlussgang-Teilnahme bereits abgeschrieben hatten, stand er plötzlich doch noch im finalen Kampf des Tages. Dort bezwang er Marius Frank und sicherte sich den Festsieg. 

Für Lüscher endete der Tag mit dem Gewinn des Kranzes doch noch einigermassen versöhnlich. Auch wenn er sagt: «Ich bin nicht zufrieden. Mein Ziel ist es, zu gewinnen. Solche kleineren Rückschläge gehören aber dazu und machen mich nur stärker.»

Mit dem Kampfrichter hatte er sich noch kurz ausgetauscht. «Er hat sich für seinen Fehler bei mir entschuldigt.» Nun gilt Lüschers Fokus bereits wieder seiner nächsten grossen Herausforderung. Am Sonntag kämpft er auf dem Stoos gegen Schlegel, Giger und Co. um den Festsieg.

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