Ein Bergfest, das keines ist
König Orlik kämpft am Samstag auf über 2000 Metern

Am Wochenende steigt im Bündnerland wohl das verrückteste Schwingfest des Jahres. König Armon Orlik und Co. werden mit der Gondel zu den Sägemehlringen transportiert.
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Der Schwingplatz am Bündner-Glarner ist von einem tollen Panorama umgeben.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Das Bündner-Glarner Schwingfest findet am Samstag auf 2150 Metern statt
  • Gondeltransport nötig, dünne Luft für Schwinger als grosse Herausforderung
  • König Armon Orlik freut sich auf die besondere Atmosphäre über Scuol
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Nicola AbtReporter Sport

Schwingerkönig Armon Orlik (31) ist schon an einigen aussergewöhnlichen Orten angetreten. So etwas wie am nächsten Samstag hat aber selbst der Bündner noch nie erlebt. «Das wird etwas ganz Besonderes», ist er sich sicher. Ein Abenteuer ist bereits die Anreise.

Der Schwingplatz des Bündner Glarner ist für die Athleten und Zuschauer nur mit der Gondel erreichbar. Diese bringt Orlik und Co. auf die Motta Naluns oberhalb von Scuol GR. Dort findet auf 2150 (!) Metern über Meer ein Bergfest statt, das keines ist. Obwohl es viele Kriterien dafür erfüllt.

Mehrere Standorte wurden geprüft

Von der speziellen Anreise über die Höhe des Schwingplatzes bis hin zur spektakulären Aussicht. Dennoch ist das Bündner-Glarner lediglich ein Kantonalfest. Die offizielle Bergkranzfestsaison beginnt erst am Sonntag auf dem Stoos.

Einen Tag, nachdem das höchstgelegene Schwingfest des Jahres bereits vorbei ist. Da drängt sich unweigerlich die Frage auf: Wie kommt man auf die verrückte Idee, ein Kantonalschwingfest auf 2150 Metern durchzuführen?

Entstanden ist das spektakuläre Projekt vor drei Jahren. Damals entschied sich der Schwingklub Engadin, für die Durchführung des Bündner-Glarner Kantonalen zu kandidieren. Zwar wurden auch Standorte im Tal geprüft, doch die Vorteile der Motta Naluns überzeugten die Verantwortlichen.

Eine riesige Materialschlacht

«Für uns als OK ist die Organisation sicher aufwendiger, für die Besucher aber ein unvergessliches Erlebnis», sagt OK-Präsident Reto Rauch. Neben der einmaligen Aussicht nennt er die perfekte Transportlogistik, die Nähe zum Bahnhof sowie die nachhaltige Anreise als entscheidende Argumente. «Es passt perfekt zu unserer Bergregion.»

Einfacher macht die Höhe die Organisation allerdings nicht. Festzelt, Tribüne, Sägemehl und Lebendpreise müssen auf den Berg gebracht werden. Ein Teil des Materials wird mit Traktoren über die Bergstrasse transportiert, anderes reist mit der Gondelbahn nach oben. «Am Anfang gab es schon einige Fragezeichen, ob das überhaupt möglich ist», erzählt Rauch. 

Schwinger werden an ihre Grenzen kommen

Inzwischen sei die Skepsis aber der Vorfreude gewichen. Die grösste Sorge gilt nun dem Wetter. «Bei schlechten Bedingungen wäre die Durchführung natürlich anspruchsvoller. Aber wir haben ja fast immer schönes Wetter bei uns.» Erstmals in der 113-jährigen Geschichte findet das Bündner-Glarner Schwingfest im Unterengadin und damit in der östlichsten Region der Schweiz statt.

Diese Premiere wollen sich eine Reihe Spitzenschwinger nicht entgehen lassen. Gemeldet sind König Orlik sowie die Eidgenossen Roger Rychen, Domenic Schneider, Marco Good und Christian Biäsch. «So hoch oben habe ich noch nie geschwungen. Die dünne Luft wird bestimmt eine Herausforderung», meint Orlik.

Während die Athleten auf 2150 Metern an ihre Grenzen stossen dürften, können die Zuschauerinnen und Zuschauer einen der spektakulärsten Schwingplätze der Saison in vollen Zügen geniessen.

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