Ein Schwingfest mit eidgenössischem Charakter ist immer auch ein Vergleich der Teilverbände. Die Bilanz.
Bern
Fabian Staudenmann und Michael Moser sind unter den besten zehn klassiert. Trotzdem ist dieses Abschneiden für das prominent besetzte Team nach der Enttäuschung von Mollis GL im vergangenen Jahr erneut eine Ernüchterung. Zumal Saisondominator Staudenmann als Top-Favorit an den Start gegangen ist. Das Duell der derzeit dominierenden Teilverbände ging auch dieses Jahr an die Nordostschweiz.
Nordostschweiz
Vor einem Jahr standen Samuel Giger und Werner Schlegel beim Eidgenössischen in Mollis im Schlussgang, und Armon Orlik holte sich die Königskrone. Mit dem Festsieger Samuel Giger hat das Team NOS auch in Kilchberg das bessere Ende für sich. Auch wenn die Mitfavoriten Werner Schlegel und Damian Ott am Ende ernüchtert die Heimreise antreten müssen.
Innerschweiz
Von den Innerschweizern, dem grössten Teilverband, hat man wenig erwartet. Darum ist das Abschneiden in Kilchberg ein Schritt vorwärts. Nicht nur, weil sich Marcel Bieri für den Schlussgang qualifiziert hat. Dahinter belegen mit Lukas Bissig, Joel Ambühl und Michael Gwerder weitere Innerschweizer Plätze in den Top Ten.
Nordwestschweiz
Auf die Teamleader Nick Alpiger und Joel Strebel ist Verlass. Sie sind weit vorne in der Rangliste anzutreffen. Alpiger hätte seine tolle Saison um ein Haar mit der Schlussgangqualifikation gekrönt. Solide, aber ohne Exploit blieben Sinisha Lüscher und Marius Frank, die beiden grössten Hoffnungsträger des Teilverbands.
Südwestschweiz
Lario Kramer ist in der Westschweiz nach wie vor das Mass der Dinge. Mit seinem Sieg im letzten Gang gegen Damian Ott katapultiert sich Kramer in Kilchberg auf Rang 4. Auch Romain Collaud vermag in der erweiterten Spitze mitzuhalten. Dahinter aber ist gähnende Leere.