Darum gehts
- Lario Kramer gewinnt mit sechs Siegen das Freiburger Kantonale am Murtensee
- Der eng getaktete Schwingkalender sorgt für Ärger bei den Südwestschweizern
- Der Technische Leiter will das künftig verhindern
Die Südwestschweizer feierten am Freiburger Kantonalen eigentlich einen perfekten Auftakt in ihre Kranzfestsaison. Direkt am Murtensee sorgten 4000 Zuschauer für eine Rekordkulisse. Dazu zeigte die PC-7-Staffel eine Flugshow über der Arena. Und sportlich dominierte mit Lario Kramer der Lokalmatador. Er gewann das Heimfest mit sechs Siegen souverän.
Trotzdem ist man im Lager der Südwestschweizer nicht restlos zufrieden. Für Unmut sorgt der diesjährige Schwingkalender. Während andere Teilverbände ihre ersten Kranzfeste bereits seit Wochen hinter sich haben, startete die Saison der Romands erst letzten Sonntag. Was unangenehme Folgen mit sich bringt.
Technischer Leiter greift ein
So wartet beispielsweise ein Mammutprogramm auf Aushängeschild Kramer. In den nächsten acht Wochenenden ist der Stoos-Sieger ununterbrochen im Einsatz. «Es ist alles andere als ideal», sagt der Eidgenosse. Gut möglich deshalb, dass Kramer nicht alle Feste bestreiten wird.
Was die jeweiligen Wettkämpfe sportlich stark abwerten würde. Schliesslich ist der Freiburger derzeit das Zugpferd der Südwestschweizer. «Wenn ich in einen Flow komme und gesund bleibe, versuche ich schon, alle Feste zu absolvieren.»
Gleichzeitig macht er aber auch klar: «Ein freies Wochenende zwischen zwei Schwingfesten würde sicher nicht schaden.» Im kleinsten Teilverband hat man das Problem erkannt. «Das darf in Zukunft nicht mehr passieren», sagt der Technische Leiter Christian Kolly.
Allerdings seien viele Organisatoren auf Festplätze angewiesen, die nur zu bestimmten Zeiten verfügbar sind. «Dadurch bist du stark eingeschränkt.» Kolly kündigt jedoch Anpassungen an. «Ich werde schauen, dass wir künftig Anfang Mai ein Schwingfest durchführen. Das muss möglich sein.» Die Schwinger würden es ihm danken.